Italiens Europaministerin im Hungerstreik

publiziert: Montag, 4. Dez 2006 / 14:28 Uhr

Rom - Die italienische Europaministerin Emma Bonino hat einen zweitägigen Hungerstreik begonnen. Sie will damit die Forderungen nach Legalisierung der Sterbehilfe in Italien aktiv unterstützen.

«Ich will zu seiner Kampagne für das Recht auf Sterbehilfe einen konkreten Beitrag leisten», sagte Bonino.
«Ich will zu seiner Kampagne für das Recht auf Sterbehilfe einen konkreten Beitrag leisten», sagte Bonino.
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Bonino fördert den Kampf eines 60-jährigen an Muskeldystrophie leidenden Patienten. Dieser hat die heftige Auseinandersetzung zum Thema Legalisierung der Sterbehilfe in Italien neu entfacht.

Der Mann, der seit fast drei Jahrzehnten auf den Rollstuhl angewiesen und seit fünf Monaten künstlich ernährt wird, forderte seinen Arzt auf, ihn zu betäuben und dann die künstliche Beatmung abzustellen. Er beanspruchte das Recht auf einen schmerzlosen Tod, weil er kein «echtes Leben» mehr habe.

Inzwischen kann der ans Bett gefesselte Mann nur noch über einen Sprachsynthesizer kommunizieren. Vor zwei Monaten hatte er sich mit einer Videobotschaft an Staatspräsident Giorgio Napolitano gewandt, von dem er das Recht auf Suizid für sich erbitten wollte.

«Ich will zu seiner Kampagne für das Recht auf Sterbehilfe einen konkreten Beitrag leisten», sagte Bonino. Der behandelnde Arzt betonte, er könne den Wunsch seines Patienten nicht erfüllen, da dieser das italienische Gesetz verletze.

(li/sda)

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