Jahrelanger Erbstreit endet mit Blutbad
publiziert: Dienstag, 7. Apr 2009 / 17:41 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Apr 2009 / 18:09 Uhr

Landshut - Ein seit Jahren schwelender Erbstreit in einer Familie in Deutschland hat am Morgen blutig geendet: In einem Landgericht erschoss ein 60-jähriger Mann seine Schwägerin und verletzte zwei Menschen. Anschliessend richtete er sich selbst.

Der Täter habe «unvermittelt» eine Waffe gezogen. (Symbolbild)
Der Täter habe «unvermittelt» eine Waffe gezogen. (Symbolbild)
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Die Tat ereignete sich am um 10.15 Uhr in einer Verhandlungspause eines Zivilverfahrens über einen Erbstreit. Auf dem Gang vor dem Verhandlungssaal kam es zu einem Streit, sagten Polizei und Staatsanwaltschaft der bayrischen Stadt Landshut an einer Medienkonferenz.

Der Täter habe schliesslich «unvermittelt» eine Waffe gezogen und mit einem Schuss die 48-jährige Frau so schwer verletzt, dass sie noch im Gerichtsgebäude verstorben sei.

Danach schoss er auf einen Rechtsanwalt, den er schwer verletzte. Eine weitere Schwägerin traf er in den Arm. Schliesslich nahm sich der Mann in einem Nebenraum mit einem Kopfschuss selbst das Leben.

Erbstreit innerhalb einer Famile

Als Motiv geht die Polizei von einem Erbstreit innerhalb einer Famile aus. Dieser hatte bereits zu mehreren Prozessen geführt. Dabei geht es um ein Erbe in der Höhe von über 100'000 Euro, um das sieben Geschwister und ihre Ehepartner seit 1990 ringen.

Mitglied in einem Schützenverein

Der Täter, ein verheirateter Koch aus Niederbayern, schoss den Angaben zufolge mit einem Revolver der Marke Smith & Wesson. Insgesamt habe er für drei Waffen eine Berechtigung gehabt. Er war seit rund 40 Jahren Mitglied in einem Schützenverein.

Nach der Schiesserei präsentierte ein Verwandter einen angeblichen Abschiedsbrief des Todesschützen. Bei der Polizei hiess es dazu, man müsse noch klären, ob es sich bei dem Schriftstück um ein authentisches Schreiben des Schützen handle. Der Schreiber beklagt sich über einen angeblich jahrzehntelangen Terror seiner Verwandten und über jahrelange rechtliche Streitereien.

Diskussion um die Sicherheit der Gerichte

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sprach in Berlin von einer «unbegreifbaren Tat». Er kündigte an, der Freistaat werde sich nach der Osterpause mit dem Waffenrecht beschäftigen. Die Tat löste in Deutschland eine Diskussion um die Sicherheit der Gerichte aus.

(li/sda)

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Zum Vögel kriegen
Unter dem Bild steht "Symbolbild" und im Text steht, dass der Täter eine Smith & Wesson benutzte. Journalistisch ist alles i.O. aber mit einigen Leuten scheinbar weniger!
ohne Worte........
kann man das auch präzisieren ?
Über Leichen gehn
Dass da angeblich eine andere als die Tatwaffe gezeigt wurde, ist doch nicht der Rede wert. Vielmehr müssen die Hintergründe ausgeleuchtet werden, die immer wieder zu solch hoch emotionalen, und geplanten Taten führen. Unterdrückung, Selbstherrlichkeit, Geldgier, skruppelloses Vorgehen, Neid und Missgunst spielen da eine zentrale Rolle. Diejenigen, die dabei 'über Leichen' gehen, werden danach meist vom gleichen Schicksal eingeholt, wie auch deiser Fall wieder aufzeigt.
Typisch....
So tragisch dieser Vorfall auch wieder war - völlig unnötig - schaffen es leider ihre Journalisten bzw. Webmaster nicht, eine andere Waffe in Szene zu setzen als immer und immer wieder eine aus der Schweizer Armee. Wenn es sich - in diesem Fall in Deutschland abspielt, so zeigen sie bitte auch nur ein bisschen Fingerspitzengefühl in
der Fotoauswahl. "Unsere" Sportgeräte sind in der Vergangenheit weiss Gott überall erschienen. Schlussendlich und das ist das leidige - bedienen tun sie bisher wie auch in der Zukunft immer Menschen........
.
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