Jamal Othman strebt Olympia-Quotenplatz an

publiziert: Dienstag, 24. Mrz 2009 / 00:04 Uhr

Bei den heute Dienstag beginnenden Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Los Angeles geht es nebst Medaillen um Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2010. Neben Sarah Meier sollte auch Jamal Othman einen holen.

Othman hat die Reise nach Los Angeles am vergangenen Samstag mit viel Selbstvertrauen in Angriff genommen.
Othman hat die Reise nach Los Angeles am vergangenen Samstag mit viel Selbstvertrauen in Angriff genommen.
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Weiter wird die Schweiz im Staples Center durch die Eistänzer Leonie Krail/Oscar Peter, die zum zweiten Mal an einer WM teilnehmen, sowie die Debütanten Mikael Redin und Anais Morand/Antoine Dorsaz vertreten. Letztere gaben im Januar an der EM in Helsinki als gute Zwölfte im Paarlauf einen gelungenen Einstand an internationalen Meisterschaften bei den Erwachsenen.

Othman hat die Reise nach Los Angeles am vergangenen Samstag mit viel Selbstvertrauen in Angriff genommen. Der 22-jährige Berner klassierte sich Anfang März am International Challenge Cup in Den Haag vor dem französischen EM-Vierten Yannick Ponsero im 3. Rang und erzielte mit 191,73 ein persönliche Bestleistung (zuvor 182,14). «Es läuft nach Plan. Ich habe das Gefühl, dass ich wirklich gut in Form bin», gab sich Othman zuversichtlich.

Sein primäres Ziel ist das Erreichen des Quotenplatzes für Vancouver 2010, dann sei er schon mehr oder weniger zufrieden. Der Schweizer Meister denkt, dass dafür ein 20. Rang reichen sollte und diesen stuft er als «sehr realistisch» ein.

Im vergangenen Jahr wurde er in Göteborg 22., allerdings trat er damals nach einer im Januar erlittenen Stressreaktion im Kahnbein des linken Fusses angeschlagen an. Nun konnte Othman seit Ende Oktober ohne Beschwerden trainieren; die Dreifach-Dreifach-Kombination hat er «gut im Griff.»

Der Dreifach-Axel dagegen, den Othman braucht, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen, ist nach wie vor kein Thema. «So lange er noch nicht hundertprozentig funktioniert, kommt er sicher nicht ins Programm, vor allem wenn es um einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele geht», erklärte Ohtman. Das sei nicht der Zeitpunkt für Experimente.

Brian Joubert herausgefordert

Der Männer-Wettkampf -- das Kurzprogramm beginnt am Mittwoch, die Kür findet in der Nacht auf Freitag statt -- verspricht spannend zu werden. Von der Reputation her ist Brian Joubert der Topfavorit. Der Franzose, der nach Silber im vergangenen Jahr seinen zweiten WM-Titel nach 2007 anstrebt, vermochte in dieser Saison jedoch trotz EM-Gold noch nicht vollends zu überzeugen. Seine grössten Herausforderer sind wohl der Kanadier Patrick Chan sowie die Amerikaner Jeremy Abbott und Evan Lysacek.

Chan gewann heuer mit 249,19 Punkten -- nur Daisuke Takahashi (264,41) und Jewgeni Pluschenko (258,33) weisen ein besseres Total auf -- vor Lysacek den Vier-Kontinente-Cup, Abbott entschied den GP-Final für sich.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Japaner Takahiko Kozuka und Nobunari Oda, der Italiener Samuel Contesti (EM-2.), der von Peter Grütter mittrainiert wird, der Belgier Kevin van der Perren (EM-3.) sowie der Tscheche Tomas Verner. Für den zweiten Schweizer, Mikael Redin, dürfte der Wettkampf nach dem Kurzprogramm beendet sein.

Klar ist jedenfalls, dass es einen «neuen» Weltmeister geben wird. Der kanadische Titelhalter Jeffrey Buttle hat seine Karriere beendet. Mit dem ebenfalls zurückgetretenen Stéphane Lambiel, dem letztjährigen amerikanischen WM-Dritten Johnny Weir, der sich nicht für die Titelkämpfe qualifizieren konnte, und dem Japaner Takahashi, der die Saison wegen einer Knieverletzung frühzeitig beenden musste, fehlen gegenüber dem Vorjahr weitere klingende Namen.

«Sehr sehr gut»

Im Paarlauf geht es für die 16-jährige Morand und den 20-jährigen Dorsaz darum, weitere Erfahrungen zu sammeln. Dem bei Weltmeister-Trainer Ingo Steuer in Chemnitz trainierenden Duo ist in Zukunft einiges zuzutrauen. Das sieht auch Lambiel so: «Ich glaube, die sind sehr sehr gut. Sie müssen aber noch viel arbeiten.» Der zweifache Weltmeister ist vor allem von Morand angetan. «Sie hat einen sehr guten Ausdruck und kann wirklich gut springen», erklärte Lambiel.

Ein Platz in den Top 15 wäre für die beiden ein gutes Resultat. Den Sieg machen wohl die deutschen Titelhalter Aliona Sawtschenko/Robin Szolkowy sowie die Chinesen Pang Qing/Tong Jian, die Weltmeister von 2006, und Zhang Dan/Zhang Hao unter sich aus. Chancen können sich auch die Kanadier Jessica Dube/Bryce Davison ausrechnen.

Im Eistanzen wäre für Leonie Krail/Oscar Peter bereits der Einzug in den Final der besten 24 ein Erfolg. An der Spitze dürfte es eng zu und her gehen. Als heisseste Anwärter auf Gold sind die russischen Europameister Jana Chochlowa/Sergej Nowitski zu bezeichnen. Nicht am Start sind die Titelverteidiger Isabelle Delobel/Olivier Schoenfelder aus Frankreich; Delobel musste sich Anfang Januar an der Schulter operieren lassen.

(Sascha Fey/Si)

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