Japan reagiert auf Londoner Anschläge

publiziert: Freitag, 8. Jul 2005 / 08:38 Uhr

Tokio - Japan hat nach den Anschlägen in London seine Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Experten wiesen aber darauf hin, dass es einen völligen Schutz vor solchen Attentaten nicht geben könne.

Das stark belastete Tokioter Transportsystem ist ein potenzieller Angriffspunkt.
Das stark belastete Tokioter Transportsystem ist ein potenzieller Angriffspunkt.
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Das japanische Verkehrsministerium wies alle Eisenbahn-, Bus und Fluggesellschaften an, besonders wachsam zu sein. Konkretere Massnahmen könnten aber erst dann ergriffen werden, wenn Einzelheiten über die Londoner Anschläge bekannt seien, hiess es.

"Japan hat Truppen in den Irak geschickt ebenso wie England und Spanien, die beide Ziel von Anschlägen wurden", sagte Jun Yamazaki, Sicherheitsberater der Control Risks Group. Es gebe also auch in Japan ein Motiv. Um alles auszuschliessen, müsste man aber schon einen Polizeistaat schaffen.

Transportsystem als potenzielles Ziel

Ebenso wie in London ist das stark belastete Tokioter Transportsystem ein potenzieller Angriffspunkt. Allein die Bahnstation Shinjuku wird im Durchschnitt täglich von rund 1,6 Millionen Menschen passiert.

1995 hatten Mitglieder einer Sekte in Tokio einen Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn verübt. Damals wurden zwölf Passagiere getötet; mehr als 5000 erkrankten an den freigesetzten Giftstoffen.

(rp/sda)

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