Olympia Snowboard Qualifikation Männer

Jaquets souverän im Final - Kestenholz out

publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 22:18 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 22:35 Uhr

Park City - Der Schweizer Alpin-Snowboarder Gilles Jaquet erreichte im Riesenslalom die Olympia-Achtelfinals souverän. Mit seiner fabelhaften Bestzeit von 35,69 deklassierte der seit Monaten formstarke Chaux-de-Fonnier alle und ist damit erster Anwärter auf die Goldmedaille. Ueli Kestenholz scheiterte.

Gilles Jacques legte ein souveränes Rennen hin und führt.
Gilles Jacques legte ein souveränes Rennen hin und führt.
Denkbar knapp, als 15., überstand mit Philipp Schoch ein zweiter Vertreter von Swiss Snowboard die schwierige Qualifikation. Kestenholz hingegen, der Bronze-Gewinner von Nagano und bislang eigentliches Aushängeschild der Schweizer Boarder, beging schon im Steilhang einen gravierenden Fehler, ehe im Mittelteil nach einem weiteren bösen Fahrfehler das schmerzliche Out folgte.

Philipp Schochs chancenloser Bruder Simon Schoch verabschiedete sich als 25. von 32 Teilnehmern wie Kestenholz vorzeitig aus der Olympia-Veranstaltung. Der aufmunternde Applaus der über 16 000 Zuschauer war für das Schweizer «Loser»-Duo ein kleiner Trost. Insbesondere Kestenholz verliess das Zielgelände wutentbrannt.

Jaquets Liebe zur Piste

Bei im Gegensatz zum Frauen-Wettbewerb herrlichen Bedingungen stellte Jaquet seine Sonderklasse ein weiteres Mal mit Nachdruck unter Beweis. Dem aktuellen FIS-Weltmeister war auf der perfekt präparierten, bis zum letzten der 32 Fahrer griffigen Piste keiner der hochkarätigen Konkurrenten auch nur annähernd gewachsen. Seine Dominanz im ISF-Weltcup mit Siegen in Laax und Leysin war kein Zufall.

Sein Vorsprung auf Alex Maier, den jüngeren Bruder des verletzten Ski-Herminators Maier war bis zur Zielpassage auf 59 Hundertstel angewachsen. Kein Wunder, strotzte der technisch wie athletisch perfekte Jaquet nach seinem Traumlauf vor Selbstvertrauten: «Ich liebe diese Piste und werde noch zu einer Steigerung in der Lage sein, weil ich längst nicht alles riskiert habe.»

Der Weg zur Goldmedaille sei aber doch noch ein langer. Vermutlich seien acht solche Leistungen vonnöten, um in Park City bestehen zu können. In der ersten Runde des Parallel-Riesenslaloms trifft Jaquet heute (Freitag) Abend nun aber ausgerechnet auf den Franzosen Nicolas Huet (16.). Im Vorfeld hatte der Romand den Weltmeister der Jahre 1999 und 2001 als einer der grössten Konkurrenten im Kampf um den Olympiasieg bezeichnet.

Fluchend in die Achtelfinals

Die Konstellation, dass Philipp Schoch in Park City, für noch mehr Furore sorgt, scheint nicht schlecht, obgleich er mit dem Österreicher Maier einen vermeintlich übermächtigen Gegner vorgesetzt bekommt. «Ich denke, dass der Druck auf ihm lastet. Ich kann doch hier nur noch gewinnen», wagte der Zürcher Oberländer eine erste Prognose. Er hätte eigentlich gar nicht mehr mit einer Qualifikation gerechnet. Geflucht habe er auf der Piste, «weil ich am Anfang unglaubliche Fehler gemacht habe».

(kil/sda)

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