Jeder Vierte surft ohne Virenschutz

publiziert: Samstag, 29. Jan 2005 / 10:15 Uhr

Den gestiegenen Sicherheitsvorfällen im Jahr 2004 zum Trotz: Die meisten interessieren sich kaum für das Thema Internetsicherheit und sind nach wie vor zu sorglos im Internet unterwegs.

Das Wissen über Angriffe auf den eigenen Computer ist da, Massnahmen werden aber zu wenig ergriffen.
Das Wissen über Angriffe auf den eigenen Computer ist da, Massnahmen werden aber zu wenig ergriffen.
Das belegt eine repräsentative Studie, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bei TNS Emnid in Auftrag gegeben wurde. Befragt wurden im vergangenen Jahr rund 1 000 Internetnutzer.

"Für zwei Drittel der Befragten hätte ein Computerausfall - nach eigener Einschätzung - keine schwerwiegenden Folgen. Das erklärt das fehlende Interesse am Thema Sicherheit", erläutert Udo Helmbrecht, Präsident des BSI, die Studienergebnisse.

Entsprechend schlecht sei deshalb die Vorsorge: Jeder Vierte bewege sich ohne Virenschutzprogramm im Internet und nur die Hälfte der Internetnutzer setze eine Firewall ein. Seine Daten sichere ebenfalls nur jeder Zweite regelmäßig, so der BSI-Präsident weiter. Programm-Patches und Virenschutz-Updates sind wichtig.

Schutz aktualisieren

Doch allein das Einschalten der entsprechenden Schutzmaßnahmen reicht nicht aus, um sicher im Internet zu surfen. Wichtig ist das regelmäßige Schließen von Sicherheitslücken in den genutzten Programmen, das so genannte Patchen.

Doch das steht nur für jeden dritten Internetnutzer regelmäßig auf der Tagesordnung. Lediglich bei den Virenschutzprogrammen sieht es besser aus: Vier von fünf Nutzern aktualisieren die entsprechenden Virensignaturen mindestens monatlich, jeder Dritte sogar wöchentlich.

Überraschend hoch ist in der Bevölkerung dagegen das Wissen zu Angriffsmöglichkeiten über das Internet: Dass der eigene PC von Fremden ferngesteuert werden kann, wissen 90 Prozent. Und sieben von zehn Nutzern sind sich bewusst, dass die Absenderadressen von E-Mails gefälscht sein können. Trotz dieses Wissens schützen sich die Internetnutzer nicht ausreichend.

Gefahr für die Infrastruktur

"Die Studie deckt eine scheinbar paradoxe Situation auf: Man weiß zwar offensichtlich um die Gefahr, fühlt sich selbst aber nicht zum Handeln aufgefordert. Die Vorsorge ist mangelhaft, weil rein privat genutzte Rechner häufig nur eine geringe Bedeutung haben", schlussfolgert Helmbrecht.

Der BSI-Präsident gibt jedoch zu bedenken, dass unsichere PCs die gesamte IT-Infrastruktur gefährden würden. Schließlich könnten nur solche Sicherheitslücken massiv von Angreifern ausgenutzt werden, die bei vielen Rechnern bestünden.

Von Bildung abhängig

Insgesamt ergab die Umfrage, dass 57 Prozent der Deutschen online sind. Die Internetnutzung steigt dabei mit Einkommen und Bildung. Allerdings gibt es noch immer große Altersunterschiede: Während 80 Prozent der 14- bis 29-jährigen das Internet nutzen, ist das Verhältnis bei den über 60-jährigen genau entgegengesetzt - nur jeder Fünfte surft im Netz.

Die Gründe für die fehlende Internetnutzung: Ein Drittel der Befragten besitzt keinen Computer, ebenfalls ein Drittel ist am Internet nicht interessiert. Keinen Zugang zum Internet haben 15 Prozent. Wer online ist, benutzt das Netz hauptsächlich für die Suche nach Informationen, zur Nutzung von E-Mail und zum Lesen von Nachrichten. Jeder dritte Internetnutzer erledigt darüber hinaus seine Bankgeschäfte über das Internet.

(mo/teltarif.ch)

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