Jemen kündigt Aufnahme von 94 Guantánamo-Insassen an

publiziert: Samstag, 24. Jan 2009 / 23:14 Uhr

Sanaa - Der jemenitische Staatschef Ali Abdallah Saleh will 94 im US-Gefangenenlager Guantánamo inhaftierte Staatsangehörige in die Heimat zurückholen. Innerhalb der nächsten zwei Monate sollten die Sicherheitsdienste ein Umerziehungslager einrichten.

Jemens Staatschef Ali Abdallah Saleh erwartet die Gefangenen spätestens in drei Monaten zurück.
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Das kündigte Saleh auf einer Pressekonferenz an. Er rechne bis spätestens in drei Monaten mit der Rückkehr der Gefangenen.

Der neue US-Präsident Barack Obama hatte kurz nach seiner Amtsübernahme die Schliessung des umstrittenen Gefangenenlagers auf Kuba binnen eines Jahres angeordnet.

Erneut El Kaida angeschlossen

Das US-Verteidigungsministerium wies inzwischen auf die Risiken hin, die eine Freilassung von Gefangenen mit sich bringen könnte. Ein Pentagon-Vertreter bestätigte am Freitag einen Bericht der «New York Times», wonach ein 2007 aus Guantánamo entlassener Saudiaraber sich erneut dem Terrornetzwerk El Kaida angeschlossen habe. Er sei inzwischen «in der Führung der El Kaida im Jemen» aktiv.

Das auf die Überwachung von radikalislamischen Websites spezialisierte US-Unternehmens SITE hat den Mann inzwischen nach eigenen Angaben auf einem El Kaida-Video identifiziert. SITE zitierte ihn mit den Worten, die Haft habe «unser Beharren auf unsere Prinzipien nur verstärkt».

Auf dem Video sei ein weiterer Häftling zu sehen, berichtete das Unternehmen. Dabei handele es sich um Abu el Hareth Muhammed el Ufi, den Chef einer El Kaida-Kampfgruppe.

(tri/sda)

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