Jörg Haider mit 100 Prozent zum neuen BZÖ-Chef gewählt

publiziert: Samstag, 30. Aug 2008 / 14:27 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Aug 2008 / 18:19 Uhr

Wien - Jörg Haider übernimmt erneut das Ruder des Bündnisses für die Zukunft Österreichs (BZÖ). Am Parteitag in Graz wurde der Kärntner Landeshauptmann und Spitzenkandidat für die Parlamentswahlen im Herbst von den 661 Delegierten einstimmig zum Parteichef gewählt.

Jörg Haider geniesst das volle Vertrauen der BZÖ-Mitglieder. (Archivbild)
Jörg Haider geniesst das volle Vertrauen der BZÖ-Mitglieder. (Archivbild)
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In seiner Rede griff der Rechtspopulist die rot-schwarze Regierung scharf an. Die Koalition sei «die schlechteste Regierung, die wir seit 1945 je gehabt haben», sagte Haider.

Die Volkspartei ÖVP, die mit ihrem Austritt aus der Regierung Neuwahlen erzwungen hatte, beschuldigte Haider des Opportunismus: «Das ist keine staatspolitische Haltung. Das ist reine Parteitaktik, die da gemacht wird, und das ist ein schlechter Stil.»

Einwanderung als Hauptthema

Haider will offenbar die Einwanderung zu seinem Hauptthema im Wahlkampf machen. In seiner Rede forderte er, straffällige Aylbewerber sofort abzuschieben. Zugleich distanzierte Haider sich von seiner ehemaligen Partei, den Freiheitlichen, und FPÖ-Chef Hans-Christian Strache, die mit ausländerfeindlichen Parolen bei den Wählern Boden gut machen.

Haider hatte die BZÖ im Frühjahr 2005 von der FPÖ abgespalten, nachdem die FPÖ Wahl um Wahl verloren hatte. Ein Jahr später gab Haider den Parteivorsitz an seinen Weggefährten Peter Westenthaler ab. Dieser überliess nun wieder dem Kärtner das Zepter.

In Umfragen liegt die BZÖ mit einem Wähleranteil von 6 bis 8 Prozent deutlich hinter der FPÖ Straches, die auf 17 bis 19 Prozent kommt. In Österreich kommt es am 28. September zu vorgezogenen Neuwahlen.

(fest/sda)

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