Jörg Haider warnt vor «Völkerwanderung» aus Italien

publiziert: Sonntag, 18. Mai 2008 / 17:46 Uhr

Klagenfurt - Der österreichische Politiker Jörg Haider hat verstärkte Kontrollen an den Grenzen zu Italien gefordert, um «eine Völkerwanderung der Sinti und Roma Richtung Kärnten und Österreich» mit allen Mitteln zu verhindern.

Jörg Haider befürchtet, dass tausende Roma und Sinti in Österreich untertauchen wollen.
Jörg Haider befürchtet, dass tausende Roma und Sinti in Österreich untertauchen wollen.
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Kärntens Landeshauptmann Haider reagierte damit auf gewalttätige Proteste der italienischen Bevölkerung gegen zumeist illegal eingewanderte Roma in den Vororten der grossen italienischen Städte in den vergangenen Wochen.

«Es ist zu befürchten, dass tausende Zigeuner auf ihrer Flucht den Weg über die Grenze nach Kärnten antreten und hier ihre Barackensiedlungen errichten oder ganz einfach untertauchen», begründete Haider in einer Aussendung seinen Vorstoss und forderte Innenminister Günther Platter auf, für verstärkte Grenzkontrollen zu sorgen.

Demgegenüber hat die österreichische Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch die Bundesregierung aufgefordert, aus Neapel vertriebenen Roma und Sinti Schutz anzubieten.

(dl/sda)

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