Terror mit System?
Jüdische Geiseln - zwei weitere Tote in Paris
publiziert: Freitag, 9. Jan 2015 / 13:38 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Jan 2015 / 14:42 Uhr

Paris - Bei der Schiesserei und Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt im Osten von Paris sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein schwerbewaffneter Angreifer hatte das Geschäft gegen Mittag überfallen und mindestens fünf Menschen als Geiseln genommen.

12 Meldungen im Zusammenhang
Das verlautete aus Ermittlerkreisen in Paris. Unter den Geiseln sind nach Berichten französischer Medien auch Kinder. Der Angreifer ist vermutlich der Mann, der am Donnerstag am südlichen Stadtrand von Paris eine Polizistin erschossen hatte.

Offenbar gibt es auch einen Zusammenhang zu dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" vom Mittwoch. Die Polizei gehe davon aus, dass sich die gesuchten Brüder Chérif und Said Kouachi, die die Redaktion überfallen haben sollen, den anderen Täter kennen, berichtete die Zeitschrift "Le Point". Sie gehörten alle zu einer Gruppe von Dschihadisten.

Die Brüder verschanzen sich zurzeit nordöstlich von Paris in einer Druckerei und haben mindestens eine Geisel genommen.

Die Polizei hatte am Freitag im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf die Polizistin zwei Verdächtige gefasst. Bei dem Schusswechsel am Donnerstag war die Beamtin tödlich verletzt worden, ein zweiter Polizist war verletzt worden.

Grosseinsatz der Polizei

Als Hauptverdächtige des Anschlags auf "Charlie Hebdo" gelten die Brüder Chérif und Said Kouachi. Sie verschanzten sich am Freitag nach einer Verfolgungsjagd mit einer Geisel in einer Druckerei in der Gemeinde Dammartin-en-Goële nordöstlich von Paris.

Ein Grosseinsatz der Polizei ist im Gange. Der Einsatz laufe, um die Urheber des Anschlags vom Mittwoch mit zwölf Toten auszuschalten, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve.

IS kündigt weitere Angriffe an

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnete am Freitag den Anschlag auf "Charlie Hebdo" als Start einer grösseren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA.

"Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen", sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul. "Morgen werden es Grossbritannien, die USA und andere sein." Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf die IS-Miliz fliege.

Der muslimische UNO-Hochkommissar für Menschenrechte äusserte unterdessen Verständnis dafür, dass Muslime viele Karikaturen von "Charlie Hebdo" als anstössig empfinden. Dennoch dürfe keinesfalls mit Gewalt reagiert werden, mahnte Prinz Said Raad al-Hussein am Freitag im Genfer UNO-Sitz.

(bert/sda)

xxxFORUMHINWEISxxx
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Paris - Der nach der Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris als Held ... mehr lesen
Paris - Eine Woche nach dem Anschlag auf die französische Satire-Wochenzeitung «Charlie Hebdo» hat sich Al-Kaida im Jemen zum Angriff bekannt. Einer der Anführer des ... mehr lesen
Paris - Der umstrittene französische ... mehr lesen
Montpellier - Eine Geiselnahme im Zusammenhang mit einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der südfranzösischen Stadt Montpellier ist in der Nacht zum Samstag unblutig beendet ... mehr lesen
Paris - «Charlie Hebdo» wird ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Paris - Französische ... mehr lesen
Paris - Nach der tödlichen Attacke ... mehr lesen
Paris - Östlich von Paris ist ein ... mehr lesen
Paris - Nach dem Anschlag auf die ... mehr lesen
Paris - Beim Anschlag auf die ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 
KI wird in Zukunft gross im Militär eingesetzt werden.
KI wird in Zukunft gross im Militär eingesetzt ...
Forscher aus den USA haben GPT-4 in einem Kriegsspiel zur Planung von Gefechten eingesetzt. Dabei schnitt das Modell besser ab als bisher veröffentlichte militärische Künstliche Intelligenzen. Das berichtet heise.de. mehr lesen 
Nach Berichten aus den USA plant SpaceX den Bau eines neuen Satellitennetzwerks für einen US-Geheimdienst. Dieses Netzwerk namens «Starshield» soll die gesamte Erdoberfläche überwachen. mehr lesen
Das Ziel des Starshield-Projekts ist die kontinuierliche Überwachung der Erdoberfläche, insbesondere für militärische Zwecke.
Obwohl künstliche Intelligenz komplexe Probleme lösen kann, hat sie auch ihre Grenzen. In einem virtuellen Test des US-Militärs mit KI-gesteuerten Drohnen sollen laut einem Bericht des britischen Guardian unerwartete und tödliche Folgen aufgetreten sein. Es wird behauptet, dass die Drohne jeden attackierte, der sich einmischte. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 18°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Basel 18°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 22°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
Bern 18°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 19°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Genf 19°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 22°C 30°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten