Jüdische Siedler feiern Baustopp-Ende
publiziert: Sonntag, 26. Sep 2010 / 08:28 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 26. Sep 2010 / 23:34 Uhr
Intensive Diplomatie zur Rettung der Nahost-Gespräche. (Archivbild)
Intensive Diplomatie zur Rettung der Nahost-Gespräche. (Archivbild)

Jerusalem - Der auf zehn Monate befristete Baustopp Israels im Westjordanland ist offiziell beendet. Am Sonntag um Mitternacht (23 Uhr MESZ) lief das von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu durchgesetzte Moratorium aus.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Palästinenser hatten wiederholt mit einem Abbruch der vor gut drei Wochen aufgenommenen Friedensverhandlungen gedroht, sollte der Baustopp nicht verlängert werden. Die Siedler im Westjordanland können mit Ablauf des Baustopps ohne weitere Genehmigungen mehr als 2000 weitere Wohnungen und Häuser bauen.

Jüdische Siedler mochten das Ende des Baustopps nicht abwarten. In der Ortschaft Kirjat Netafim legten Siedler am Sonntag bereits Stunden vor dem offiziellen Ablaufen der Frist den Grundstein für den Bau eines Kindergartens. Tausende feierten das Ende der im November 2009 verhängten Frist.

Verletzte

Ebenfalls im Westjordanland wurden am Sonntag in der Nähe einer jüdischen Siedlung bei Hebron eine schwangere israelische Autofahrerin und ihr Ehemann durch Schüsse verletzt.

Netanjahu hatte die Siedler noch dazu aufgerufen, mit Ende des Moratoriums Mässigung zu zeigen. Bis zuletzt liefen unter Führung der USA diplomatische Bemühungen um einen Kompromiss zwischen Israel und den Palästinensern zur Rettung der Gespräche.

Die wöchentliche Sitzung des israelischen Kabinetts fiel am Sonntag wegen des jüdischen Laubhüttenfests aus. Die nächste Sitzung sei erst wieder in einer Woche geplant, sagte Netanjahus Sprecher. Netanjahu hatte schon mehrfach öffentlich versprochen, den Baustopp auslaufen zu lassen.

Konsultationen am 4. Oktober

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas deutete vor Ablaufen des Moratoriums ein mögliches Einlenken an. Er sagte der Zeitung «Al-Hayat» (Sonntag), er wolle am 4. Oktober Konsultationen mit den palästinensischen Institutionen und der Arabischen Liga abhalten, sollte der Baustopp nicht verlängert werden. Er wiederholte seine Drohung mit Abbruch der Gespräche nicht.

In Paris erklärte Abbas am Abend bei einem Treffen mit der jüdischen Gemeinde jedoch auch, er sehe keinen Sinn in Friedensverhandlungen mit Israel, sollte der Baustopp nicht verlängert werden.

(bang/Si)

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völlig haltloses Gejammer
Israel ist das einzige Land das Probleme der Überbevölkerung durch Landklau löst.
Die einzige Ursache für den angeblich zunehmenden Antisemitismus ist die masslos arrogante Regierung Israels.
Schön das Israel baut
Israel hat ca. 7.6 Mio Einwohner. Die Wohnungspreise sind für die meisten kaum tragbar. Andere leben zu 5 oder 6 und mehr in 3-Zimmer-Wohnungen. Einen anderen Ort als Israel gibt es nicht mehr beim stetig zunehmenden Antisemitismus, der sich auch in der Aussenpolitik der Amerikaner und der islamischen UNO gegen das Land Israel ausdrückt. Daher muss Israel bauen, Es gibt für Juden keine Sicherheit ausser in Israel, auch in der Schweiz nicht, hat es nie gegeben. Darum bin ich froh, dass sich Israel nicht beugen lässt. Die Zeit der Judenverfolgungen wird langsam ein Ende haben. Aber nicht durch politische Mächte. Ein Gruss von Laubhüttenfest.
Entscheidungen
Der Israel-Konflikt wird dereinst irgendwann mal von Aussen gelöst werden, soviel ist klar.
Irgendwann wird es einem US-Präsidenten genug sein und es wird den Arabern und den Israelis eine Lösung auferzwungen werden.
Denn eines ist schon lange klar, Friedensfähigkeit ist den israelischen Regierungen und den Hamas-Terroristen, Palästinenser und anderem arabischen Gesindel schon lange abhandengekommen, wenn es überhaupt mal vorhanden war.
Stadtrand
Da mögen Sie ja recht haben, aber was solls? Es geht längst nicht mehr um genaue georafische Angaben sondern um das reine Symbol des Siedlungsbaus=Sieg über die die Bösen der ultradeppenkonservativen Siedler.
Das sieht man ja jetzt wunderbar an den ausgelassenen Feiern, die sogar Netanjahu sauer aufstossen.

Der Siedlungsbau ist das dümmste, provokativste und grösste Hindernis für einen Frieden.
Das weiss auch ihr geliebter Bibi, nur will er halt von den ultrakonservativen Verbündeten nicht gestürzt werden, ergo: der Siedlungsbau muss weitergehen zwecks Machterhalt.
Differenzieren
Ich kopier hier mal was rein, für dijenigen, die nicht gerne auf Links klicken
http://spiritofentebbe.wordpress.com/2010/05/10/mysterien-jerusalems/
Nur so am Rande.

Mysterien Jerusalems

Mai 10, 2010 von Claudio Casula

Nach einem bewährten Motto von Dr. Goebbels ("Eine Lüge muss man nur so lange wiederholen, bis sie geglaubt wird") verfahren dpa und AFP und natürlich ihre dankbaren Abnehmer, wenn sie wider besseres Wissen hartnäckig das Wort vom "arabischen Ostjerusalem" verbreiten, obschon sowohl der bloße Augenschein als auch die nackten Zahlen - es leben annähernd so viele Juden wie Araber in Ostjerusalem - diese Behauptung klar widerlegen. Ähnlich verhält es sich mit den "Siedlungen", die angeblich inmitten arabischer Stadtteile existieren:
------------------------
Ein zweijähriges Baumoratorium in Ost-Jerusalem, wie zuvor in einer Erklärung des US-Außenministeriums angekündigt, werde es nicht geben, sagte der israelische Vertreter weiter. Er bezog sich damit auf das umstrittene Wohnungsbauprojekt in Ramat Schlomo. Dort sollen in einer jüdischen Siedlung inmitten des arabischen Stadtteils 1600 weitere Wohnungen für jüdische Siedler gebaut werden.
-------------------------------------------------
Davon mal abgesehen, dass sich Frau Clinton nicht herausnehmen sollte, Entscheidungen für einen anderen souveränen Staat zu treffen: Unseres Wissens liegt Ramat Shlomo im Norden Jerusalems. Im Westen grenzt das Viertel an Ramot (40.000 Einwohner), im Süden an Har Hozvim, einem Industriepark, in dem Firmen wie Intel und Teva angesiedelt sind, und im Osten ans arabische Shuafat. Nun sind 200 Meter zwischen Ramat Shlomo und der ersten Häuserreihe von Shuafat nicht wirklich viel, wenn auch mehr als zwischen dem jüdischen und dem arabischen Teil von Abu Tor, aber wie zum Henker kommt man darauf, dass hier eine "jüdische Siedlung inmitten eines arabischen Stadtteils" gebaut wird - und welcher Stadtteil könnte damit gemeint sein?
...Mässigung zu zeigen...
...das wollte Netanjahu von den Siedlern.
Dieser Volldepp. Was hat er denn erwartet von diesem radikalen Pack? Mässigung?
Das gibt es schlicht nicht bei diesen Leuten.

Die sind genau so menschlicher Abschaum, wie die Hamas Terroristen.
Mit Vernunft oder Toleranz erreicht man mit solchen Leuten nichts.

Netanjahu strebe einen historischen Frieden an in einem Jahr...
...das hört sich mittlerweile so brutal zynisch und witzlos an, dass man heulen möchte.
...Mässigung zu zeigen...
...das wollte Netanjahu von den Siedlern.
Dieser Volldepp. Was hat er denn erwartet von diesem radikalen Pack? Mässigung?
Das gibt es schlicht nicht bei diesen Leuten.

Die sind genau so menschlicher Abschaum, wie die Hamas Terroristen.
Mit Vernunft oder Toleranz erreicht man mit solchen Leuten nichts.

Netanjahu strebe einen historischen Frieden an in einem Jahr...
...das hört sich mittlerweile so brutal zynisch und witzlos an, dass man heulen möchte.
Welch' eine schwache Weltgemeinschaft ?!
Unglaublich was sich Israel da leisten kann und die Weltgemeinschaft schaut nur zu!

Wann werden endlich Nägel mit Köpfen geschlagen und wann wird Israel aufhöhren illegal Land an sich zu reissen, Land zu beschlagnahmen, dass sie den Palästinensern stehlen!

Die Ohnmacht der Weltgemeinschaft zeigt sich wiederum und die Beschränkung der "einfachen Politik" zeigt auch hier sein wahres Gesicht. Wie will die Gesellschaft Konflikte lösen, wenn sie sich dieser nicht widmet, bzw. nur oberflächlich beschäftigt.
.
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