Jurassische Regierung weiterhin zur Aufnahme von Uiguren bereit
publiziert: Dienstag, 2. Feb 2010 / 17:05 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Feb 2010 / 18:19 Uhr

Delsberg - Die jurassische Regierung ist auch weiterhin zur Aufnahme von zwei Uiguren aus humanitären Gründen bereit. Sie hat eine entsprechende Stellungnahme dem Bundesrat übermittelt, der sich jetzt mit dem heiklen Dossier zu befassen hat.

Nach dem Entscheid der jurassischen Regierung liegt die Entscheidung nun wieder in Bern.
Nach dem Entscheid der jurassischen Regierung liegt die Entscheidung nun wieder in Bern.
6 Meldungen im Zusammenhang
«Diese zwei Männer verdienen das Schicksal nicht, das ihnen seit acht Jahren widerfahren ist», sagte der jurassische Regierungspräsident und Justizdirektor Charles Juillard vor den Medien. China betrachte sie als gefährlich. Doch sie würden kommen, um neu zu beginnen und «wieder aufzuleben als menschliche Wesen».

Humanitäre Erwägungen

Gemäss Juillard hat die Regierung politische, diplomatische und wirtschaftliche Interessen abgewogen. Den Ausschlag hätten indes humanitäre Erwägungen gegeben. Wo das uigurische Brüderpaar aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo im Jura unterkommen kann, wurde nicht bekannt gegeben; es gebe dabei jedoch keinerlei Probleme.

Alle Gegebenheiten für eine erfolgreiche Integration lägen vor und einer Aufnahme könne «mit Gelassenheit» entgegen gesehen werden, hielt die jurassische Regierung zudem in einem Communiqué fest. Die Dossiers der zwei Uiguren hatte sie zuvor auf Gesundheits- und Sicherheitsaspekte wie auch auf finanzielle Aspekte hin überprüft.

Keinen Flüchtlingsstatus

Die zwei Brüder hätten inzwischen das formelle Einverständnis mit dem Transfer in die Schweiz unterzeichnet, wo sie eine B-Bewilligung und einen Ausländerpass erhielten. Laut Juillard hätten sie keinen Flüchtlingsstatus und könnten sich frei in der Schweiz bewegen, bräuchten fürs Ausland aber ein Schengen-Visum.

Der Ball liegt nun beim Bundesrat. Wann dieser einen Entscheid über die Aufnahme der Uiguren fällen wird, war in Delsberg nicht bekannt.

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - China hat bei der Schweiz ... mehr lesen 3
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bestätigte gestern die Aufnahme von zwei Uiguren aus Guantánamo.
Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf: Humanitäre Überlegungen hätten den Ausschlag gegeben.
Bern - Die Schweiz bietet zwei Uiguren Gastrecht, die von den USA über vier Jahre ohne Anklage und Urteil in Guantánamo festgehalten wurden. Trotz Warnungen aus China hat der Bundesrat der ... mehr lesen 46
Bern - Die Gesellschaft für bedrohte ... mehr lesen 3
Ruth-Gaby Vermot setzt sich ein für die uigurischen Brüder.
Ein Usbeke aus Guantanamo soll in der Schweiz aufgenommen werden.
Bern - Die beiden Uiguren, die im US-Gefangenenlager Guatánamo auf eine Ausreise in die Schweiz hoffen, haben am in Bern zu einem Treffen auf höchster Ebene geführt. Der Präsident der ... mehr lesen 2
Bern - Die Sicherheitspolitische ... mehr lesen
SIK-Präsident Jakob Büchler: USA sind für die Menschenrechtsverletzungen in Guantánamo verantwortlich.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Drei Viertel aller Uiguren leben als muslimische Minderheit in China. (Symbolbild)
Bern - Der Kanton Jura erwägt die ... mehr lesen 2
Aufname von 2 Uiguriern in den Jura
Hoffe, der Bundesrat entscheidet mal richtig.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Die EKW beobachtet den Wohnungsmarkt  Bern - Die Bedeutung des Wohnens hat während der Pandemie zugenommen. Grössere Wohnungen und Wohneigentum waren während der letzten Monate besonders gefragt. Dies sind Beobachtungen der Eidgenössischen Kommission für Wohnungswesen EKW. Sie bilden eine Momentaufnahme des zweiten Halbjahres 2021. Die EKW wird die Situation im Rahmen ihres Mandats weiter beobachten. mehr lesen 
Verbände Bern - Um den Herausforderungen der saisonbedingten Arbeitslosigkeit und des Fachkräftemangels im ... mehr lesen  
Durch die Massnahme sollten Saisonmitarbeitenden im Gastgewerbe Ganzjahresperspektiven geboten werden.
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen  
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen   3
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 16°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Basel 17°C 33°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 15°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Bern 14°C 31°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Luzern 15°C 31°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Genf 16°C 32°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Lugano 17°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten