Kachelmann ab 6. September vor Gericht
publiziert: Freitag, 9. Jul 2010 / 15:32 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Jul 2010 / 17:09 Uhr
Jörg Kachelmann und Anwalt Reinhard Birkenstock. (Archivbild)
Jörg Kachelmann und Anwalt Reinhard Birkenstock. (Archivbild)

Mannheim - TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann muss sich vom 6. September an wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall vor Gericht verantworten. Das Landgericht Mannheim eröffnete am Freitag das Hauptverfahren gegen den 51-jährigen Schweizer.

6 Meldungen im Zusammenhang
Kachelmann sitzt seit dem 20. März in Untersuchungshaft, weil er seine Ex-Freundin mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben soll. Er bestreitet die Vorwürfe. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Das Gericht setzte insgesamt 15 Verhandlungstage bis zum 27. Oktober an und liess die Anklage der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang zu. Danach soll Kachelmann seine 37 Jahre alte Ex-Freundin in ihrer Schwetzinger Wohnung vergewaltigt und mit einem Messer am Hals verletzt haben. Dabei soll er die Frau mit dem Tod bedroht haben.

Die Ermittler stützen sich bei ihrer Anklage auf rechtsmedizinische Analysen - es wurden DNA-Spuren Kachelmanns und der Frau an dem Messer gefunden - sowie psychologische Gutachten zur Glaubhaftigkeit der Aussagen.

Geteilte Meinungen über Glaubwürdigkeit

Über die Schlussfolgerungen der Gutachten herrscht Unklarheit. In verschiedenen Medienberichten hiess es, dass die Aussagen des mutmasslichen Opfers im Gutachten einer Psychologin für unglaubwürdig erklärt würden. Anderen Medien berichteten, die Ergebnisse der Expertise seien nicht so eindeutig.

Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock hatte in einer Pressemitteilung erklärt, die Verteidigung habe «dringenden Anlass zu der Befürchtung, die Mannheimer Justiz schütze durch die Aufrechterhaltung des Haftbefehls gegen Herrn Kachelmann die Täterin einer Falschbeschuldigung».

Das Landgericht Mannheim hatte dagegen jüngst erklärt, es halte die Angaben der Ex-Freundin, die Kachelmann schwer belastet hatte, für glaubwürdig. Ihre Aussagen würden durch die Gutachten gestützt. Die Aussagen Kachelmanns wirkten dagegen wenig plausibel, erklärten die Richter.

Aufhebung der Untersuchungshaft unklar

Ob Kachelmann bis zum Beginn seines Prozesses in Untersuchungshaft bleiben muss, ist ungewiss. Derzeit prüft das Oberlandesgericht Karlsruhe die Haftbeschwerde seines Anwalts. Birkenstock hat eine Frist bis zum 19. Juli beantragt, um beim OLG eine Stellungnahme abzugeben. Erst wenn die Unterlagen da sind, will das Gericht entscheiden.

(bert/sda)

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Kein zurück mehr.
Ich glaube auch, dass hier Fehler seitens der Staatsanwaltschaft begangen wurde, und diese nun nicht mehr zurück können/wollen, da sonst diese Fehler aufgedeckt würden.

Das ganze wird wohl im Freispruch enden.

Der Kachelmann ist so oder so erledigt und ruiniert fürs Leben. Ihm bleibt wohl nur noch im Falle eines Freispruches auszuwandern wo man ihn nicht kennt.

Das ganze erinnert leider an Fälle wie Michael Jackson, R. Kelly oder Andreas Türck.
Im Prinzip ja
Dumm nur, dass der Richter der Klägerin näher steht als es einen fairen Verfahren zuträglich ist.
Dumm nur, dass das Gutachten nicht abgewartet wurde.
Sehr dumm auch, dass angesichts der offenbar ausgeübten Praktiken die Tat noch schwerer zu beweisen ist, als ohnehin schon bei Vergewaltigung innerhalb einer Beziehung.

Vielleicht sind tatsächlich genügend Beweise da. Bei diesen Vorzeichen könnte es aber genauso gut sein, dass sich Richter und Staatsanwaltschaft verstiegen haben und nun nicht mehr zurück können.
Weil ein Ausschluss der Öffentlichkeit ...
... wohl den Wert der ganzen Sache mindern würde ..., denke ich - Es gäbe doch so viel dabei zu verdienen und gibt es auch, besonders wenn sich die ganze Sache noch etwas in die Länge zieht!

Der Blick online, unser Boulevard Blatt, titelte heute u.a.:

"Die Märchen von Jörg Kachelmann"

„Ich bin ein Sadist und lasse mich behandeln“

"Dienerin" nannte Jörg Kachelmann seine Freundin Petra und gab in E-Mails zu, er sei Sadist.

Von Andrea Bleicher | Aktualisiert um 23:42 | 18.07.2010

Link:
http://www.blick.ch/news/ausland/ich-bin-sadist-und-lasse-mich-behande...

ALSO, irgendwie riecht das ganze, auch da, recht faul! Die Frage stellt sich mir, als normaler Leser, WER hier lügt, resp. wer hier grossen Nutzen aus der Sache ziehen möchte ...

Es läuft auch hier wieder so, wie es überall ähnlich abläuft, wo handfeste Gewinnschancen und karrierebedingte Handlungsweisen mit im Spiel sind!
Warum nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit?
Nochmals, ich ergreife nicht Partei für Kachelmann, denn als Wetterfrosch kenne ich sympathischere Leute. Ich verurteile nur die mediale Ausschlachtung dieses Falls, die ja nur stattfinden kann, wenn irgendwelche juristische Instanzen etwas verlauten lassen. Dass die Beweislage alles andere als klar ist, wurde wiederholt geschrieben, so u.a. im folgenden Artikel: http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Mediale-Freisprueche-fuer-Joe.... Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung: http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Menschenrechtskonvention...
Die Staatsanwaltschaft hat doch nichts geurteilt.
Die haben eine Menge an Beweise und glaubt, dass er es war. Somit eröffnen sie ein Verfahren und erheben Anklage.
Eigentlich ein ganz normaler Ablauf.
Vorverurteilung
Ich bin weder pro noch kontra Kachelmann. Was ich in Frage stelle ist die Vorverurteilung durch die Staatsanwaltschaft und vor allem durch die Medien. Egal, wie die Sache ausgeht, Kachelmann ist erledigt, auch wenn er nicht verurteilt wird. Ist das wirklich Aufgabe der Medien?
Vielleicht....
... hat er es ja auch getan der Kachelmann.
Ich glaube nicht, dass wir das mit den schwachen Pressmitteilungen entscheiden können. Zumal die meisten der Presse nun wieder Pro Kachelmann sind.
Das war ja am Anfang ganz anders.
Schauprozess?
Die Justiz wird bestimmt einen Weg finden, aus den einvernehmlichen Spielchen eine Vergewaltigung zu konstruieren. http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Liebe-mit-der-Peitsche/story/.... Dies wird bestimmt eine spannende Verhandlung. http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Fall-Kachelmann-Wie-unabhaeng....
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