Kadetten müssen gewinnen

publiziert: Samstag, 5. Nov 2005 / 12:17 Uhr

Die Schaffhauser Kadetten müssen am Sonntag das zweitletzte Gruppenspiel der Handball Champions League in Zagreb gewinnen, wenn sie eine minime Chance auf die Achtelfinals wahren wollen.

Werden die Kadetten auch in Zagreb jubeln?
Werden die Kadetten auch in Zagreb jubeln?
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Mit einem Sieg gegen RK Zagreb würde das Team von Goran Perkovac die zweitplatzierten Kroaten dank der besseren Bilanz der Direktbegegnungen überholen. Zur Qualifikation für die Achtelfinals bräuchte es aber am 12. November im letzten Gruppenspiel daheim gegen San Antonio (Sp) wohl einen weiteren Sieg, weil eine Niederlage Zagrebs am 13. November in Bitola (Maz) nicht zu erwarten ist.

Mit einem Unentschieden in Kroatien hätte der Schweizer Double-Gewinner immerhin den 3. Gruppenrang praktisch auf sicher, womit er im Dezember zu den Achtelfinals im Cupsieger-Cup antreten könnte. Das Hinspiel endete 26:26, nachdem der polnische Linksaussen Leszek Starczan 45 Sekunden vor Schluss den Ausgleich für die Einheimischen erzielt hatte. Zu Beginn sah es gar nach einem Sieg der Kadetten aus, die in der 12. Minute mit 7:2 geführt hatten.

Schwierige Aufgabe

Die Aufgabe in Zagreb wird jedoch ungleich schwieriger. Bislang gelang es keinem Schweizer Team, gegen den zweifachen Meistercup-Sieger und vierfachen Champions-League-Finalisten auswärts einen Punkt zu holen. Dreimal versuchte es Pfadi Winterthur, einmal der TV Suhr. Wie stark Zagreb zu Hause ist, erfuhr auch das Starensemble des Gruppenleaders San Antonio bei der 20:24-Niederlage. Erschwerend kommt für die Schaffhauser hinzu, dass die in der Meisterschaft kaum geforderten Kroaten vor zwei Wochen in Pamplona mit 15:31 die höchste Pleite ihrer Europacup-Geschichte kassierten und daher Einiges gutzumachen haben. Trainer Lino Cervar, der in seiner Heimat auch für das Nationalteam verantwortlich ist und nach dem WM-Titel 2003 und dem Olympiasieg 2004 Kultstatus geniesst, bezeichnete die Kadetten als sehr gute Mannschaft. Besonders hob er den südkoreanischen Linkshänder Chi-Hyo Cho hervor. «Ich bin aber sicher, dass wir viel besser sind und vor unseren Fans gewinnen werden», gab sich Cervar äusserst selbstbewusst. Nichts zu verlieren

Die Schaffhauser, die vor zwei Wochen zu Hause gegen Bitola (34:28) im vierten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte den ersten Sieg feierten, reisen heute voller Selbstvertrauen in die kroatische Hauptstadt. Am Mittwoch gelang ihnen in der SHL beim 29:22-Heimsieg gegen Wacker Thun die beste Leistung dieser Saison. «Die Kroaten sind keine Übermannschaft. Wir wissen, dass wir sie schlagen können», sagte Torhüter Patrick Bläuenstein und fuhr fort: «Zagreb ist ganz klar der Favorit. Wir haben nichts zu verlieren, können volles Risiko gehen.» Den Schlüssel zum Erfolg soll eine aggressive Deckung bringen.

Im EHF-Cup treffen die Grasshoppers im Hinspiel der Sechzehntelfinals in der Saalsporthalle auf Vive Kielce. Die Polen liegen sicher in der Reichweite der Stadtzürcher. Beide Teams befinden sich in ihren etwa gleich hoch einzustufenden Meisterschaften nach sieben Runden ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. «Wenn wir eine geschlossene Leistung in der Deckung und im Angriff zeigen, stehen die Chancen gut. Ein kleiner Nachteil ist, dass wir das erste Spiel zu Hause austragen müssen», erklärte der erst 18-jährige Rechtsaussen Marko Vukelic. Besonders motiviert dürfte GC-Regisseur Filip Kliszczyk sein, der in den vergangenen vier Saisons mit Kielce gespielt hatte.

Spielplan:

Europacup. Champions League. Gruppe G. Sonntag, 6. November. 18.00 Uhr: RK Zagreb (Kro) - Kadetten Schaffhausen. 17.30: Pelister Bitola (Maz) - Portland San Antonio (Sp).

Weitere Spiele:

EHF-Cup. Samstag, 5. November, 17.30 Uhr: Grasshoppers - Kielce (Pol).

Challenge-Cup. Samstag, 15.00 Uhr: BSV Bern Muri - Tallas Tallinn (Est). 18.30 Uhr: St. Otmar St. Gallen - Sandefjord (No). -- Sonntag, 19.00 Uhr (in Gümligen): Tallin - Bern.

(ht/sda)

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