Olympia: Vorschau Eiskunstlauf

Kampf der Hugentoblers in der festgefahrenen Hierarchie

publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 09:48 Uhr

Salt Lake City - Als "Amateure, die professionell trainieren, dabei aber nicht viel verdienen", bezeichnet Daniel Hugentobler (23) sich und seine Schwester Eliane (20). Das Zuger Eistanzpaar will an der in der Nacht auf Samstag MEZ beginnenden Olympiakonkurrenz mindestens den 15. Rang erreichen.

Die Hierarchie im Eistanzen ist festgefahren. Da gibt es kaum Bewegung im Laufe einer Saison. An den EM in Lausanne liefen die Geschwister Hugentobler auf den hervorragenden 9. Schlussrang. "Erstmals wurden wir für unsere langjährige Arbeit belohnt", freute sich Daniel im Januar in Lausanne. In Salt Lake City, wo die Hugentoblers für die Schweizer Eistanz-Olympiapremiere sorgen, kommen etwa sechs stärkere Paare hinzu, die in Lausanne fehlten.

Nun wollen die Eliane und Daniel Hugentobler ihren Platz in der Hierarchie behaupten, "und vor allem", so Daniel, "die Polen wieder in Schach halten." Sylvia Novak/Sebastian Kolasinski lagen diesen Winter in der Olympia-Qualifikation vor, an den EM jedoch hinter den Hugentoblers. "Jahrelang beherrschten sie uns", so Eliane, "jetzt wollen wir sie gleich nochmals besiegen."

Eliane und Daniel Hugentobler stammen aus Zug und sind Mitglieder des Eislaufclubs Frauenfeld. Und doch haben sie in Salt Lake in gewissem Sinn ein Heimspiel. Seit letztem Sommer leben und trainieren sie mit ihrer russischen Trainerin Natalja Linitschuk in Newark, Delaware (USA). "Nur für die Schweizer Meisterschaften vor Weihnachten und anschliessend zehn Tage Ferien sowie für die EM im Januar kehrten wir in die Schweiz zurück", erzählte Eliane in Salt Lake City.

Zu den permanenten Knieproblemen von Daniel ist während dem bislang elftägigen Aufenthalt in Salt Lake City noch eine Erkältung hinzu gekommen. Wie die Kniebeschwerden soll dies jedoch kein echtes Handicap bilden. Im verletzten Knie verspürt er "einen Dauerschmerz, auch wenn ich nicht auf dem Eis stehe". Seit Oktober nimmt er deswegen Schmerzmittel zu sich -- aber die Olympiasaison will er durchziehen. Auch danach ist keine Operation, sondern eine längerfristige Ruhestellung des Knies vorgesehen.

Mit der Auslosung als Nummer 15 für den ersten Pflichttanz unter 24 startenden Paaren ist Eliane wie auch der Schweizer Teamchef Georg Krummenacher, selber internationaler Preisrichter, zufrieden. Kleider und Musik werden bei Olympia gleich sein wie bei den EM; im Eistanz gibt es während der Saison kaum Veränderungen. "Die Programme werden im Verlauf der Saison immer besser, je älter, desto reifer", so Daniel.

Auf die Geschwister-Situation angesprochen, sagt er: "Der Vorteil von uns Geschwistern besteht darin, dass wir die gleichen Gene haben; wir spüren und empfinden die Bewegungen gleich." Eliane sieht kaum einen Unterschied zwischen eistanzenden Geschwistern und anderen Paaren: "Und wenn wir Probleme haben, besprechen wir diese mit einem Sportpsychologen."

(Peter A. Frei, Salt Lake City /sda)

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