Kampf gegen Jugendarmut in der Schweiz

publiziert: Dienstag, 28. Aug 2007 / 11:12 Uhr

Bern - Fast 45 Prozent der Armen in der Schweiz sind Kinder und Jugendliche. Die Eidgenössische Kommission für Kinder und Jugendfragen (EKKJ) ruft die Gesellschaft auf, diese «soziale Zeitbombe» zu entschärfen.

Immer mehr Schweizer verschulden sich schon in jungen Jahren.
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Laut EKKJ sind fast 45 Prozent aller Sozialhilfeempfänger jünger als 25 Jahre.

Besonders gravierend sei die Situation in städtischen Zentren. Hauptrisikogruppen seien Kinder arbeitsloser Eltern und Alleinerziehender, Kinder aus Migrantenfamilien und Kinder mit mehr als zwei Geschwistern.

Die EKKJ hat den Medien in Bern die Schlussfolgerungen einer Fachtagung vom Herbst 2006 präsentiert.

Echte nationale Politik

Für eine Gesellschaft sei die soziale und wirtschaftliche Integration von Kindern und Jugendlichen enorm wichtig. Es brauche deshalb eine echte nationale Politik zur Bekämpfung der Armut.

Unter anderem verlangt die EKKJ ein stärkeres Engagement von Staat und Wirtschaft mit einem massiven Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung und die flächendeckende Einführung der Hausaufgabenhilfe.

Jugendliche sollen von der Primarschule bis zur dauerhaften Integration in die Arbeitswelt betreut und gecoacht werden.

Ergänzungsleistungen

Die Kreditinstitute will die EKKJ anregen, ein Prozent ihres Umsatzes für die Budget- und Schuldenberatung einzusetzen.

Für einkommensschwache Familien sollen in allen Schweizer Kantonen Ergänzungsleistungen eingeführt werden.

Kinder und Jugendliche müssten Bewegungsräume und die Möglichkeit erhalten, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

(rr/sda)

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