Kampf um den Autofriedhof im Gürbetal
publiziert: Sonntag, 12. Okt 2008 / 16:20 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 12. Okt 2008 / 16:38 Uhr

Kaufdorf BE - In Kaufdorf im bernischen Gürbetal ist am Wochenende eine ungewöhnliche Ausstellung zu Ende gegangen: Abbruchautos wurden zu wichtigen Darstellern für 20 künstlerische Installationen. 21'000 Besuchende wurden gezählt.

Nach 21'000 Besuchern im Gürbetal, müssen nun bis März 2009 alle Autos verschwinden.
Nach 21'000 Besuchern im Gürbetal, müssen nun bis März 2009 alle Autos verschwinden.
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Initiant der Kunstausstellung auf dem Autofriedhof war der Thuner Autor und Künstler Heinrich Gartentor, unter anderem bekannt geworden als inoffizieller Schweizer Kulturminister von 2005 bis 2007. Er lud Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland ein, sich von der Symbiose von Natur und Technik inspirieren zu lassen.

Die Künstler machten mit, ebenso die Zuschauer. Das Ziel von 21'000 Besucherinnen und Besuchern sei bei Abschluss der Ausstellung am Sonntag erreicht. Damit sei man im Rahmen des Budgets von einer halben Million, und es werde keine roten Zahlen geben, sagte Gartentor. Ein Fünftel der Besucher sei aus dem Ausland gekommen.

«Geschichtenwagen»

Zu sehen war in der Umgebung verschwundener Automarken wie Simca, DKW oder Studebaker etwa ein «Geschichtenwagen», wobei das Innere eines alten Militärfahrzeugs mit Postkarten ausgekleidet wurde, die Reisegeschichten aufleben liessen. Weiter gab es eine «Freie internationale Tankstelle» oder ein Tempelchen aus Opel Rekord-Motorhauben.

Einige der ausstellenden Künstler sind laut Gartentor in Kaufdorf entdeckt und angefragt worden, ihre Installationen auch anderswo zu präsentieren.

Kampf ums Gelände

Die Ausstellung hat auch der Auseinandersetzung um die Zukunft des Geländes neue Nahrung gegeben. Der Verein «Historischer Autofriedhof Gürbetal» kämpft für einen «langfristigen Erhalt des Autofriedhofs», wie er zum Abschluss der Ausstellung mitteilte.

Das nicht abreissende Interesse «an diesem einmaligen und absolut speziellen Ort» bestärke den Verein in seinem Bemühen. Ziel sei ein touristischer Anziehungspunkt für das Gürbetal, eine Art Freilichtmuseum. Die Behörden sehen es anders.

Bis vor Bundesgericht kämpfte der Autoabbruchbetrieb dafür, auf dem Gelände weiterhin Autos ablagern zu dürfen. Ohne Erfolg, denn das Umweltschutzgesetz verbietet eine Entsorgung von Autos auf unbefestigtem Gelände. Bis im März 2009 müssen die Autos weg sein.

(tri/sda)

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Autofriedhof Gürbetal
Ein kurzer nachtrag - und eine erklärung meines merkwürdigen "nick-names":
ich bin selten von einem forum so gequält worden wie in diesem. seit einer halben stunde versuche ich mich einzuloggen. alles passt den machern dieser seite nicht: meine e-mail-adresse, mein geburtsdatum (ich denke, das wäre freiwillig?) und schließlich mein nick-name. warum eigentlich ein nick-name? ich hätte viel lieber unter meinem bürgerlichen namen geschrieben. abert da heißt es ständig.ES DÜRFEN NUR BUCHSTABEN UND ZAHLEN verwendet werden !!! ja, was bitte schön, habe ich zum Schreiben meines Namens sonst verwendet? Backsteine vielleicht? Nun, nachdem ich meinem Ärger in de Tastatur Luft gemacht habe, mit einem in Gedanken gebrüllten VOLLIDIOTEN !!! da klappt es auf einmal ...
Nun gut, so heiße ich jetzt eben "Vollidioten" . Und Sie wissen jetzt auch, wieso.!
es grüßt der oldtimer-liebhaber aus hessen
Autofriedhof im Gürbetal
ich bin im „normalen leben“ eigentlich ein befürworter von umweltschutz und gegen die vergötterung des automobils als statussymbols – doch dieser ort stellt all diese erwägungen in den schatten.
Er ist EINZIGARTIG UND MUSS DER NACHWELT ERHALTEN WERDEN ! Noch weitere 40 jahre, und die natur hat sich alles zurück geholt, was mal von ihr genommen wurde. Ein ort, der nachdenklich macht, ein lebendiges museum. Hier nur ein eizelnes stück abzumontieren wäre leichenschändung, ein abräumen käme einer bücherverbrennung gleich.
Bleibt mir nur ein winzigkleines stückchen hoffnung, dass das kulturverständnis über pragmatisches gesetzesdenken siegen möge. Wenigstens dieses eine mal...
denn die hoffnung stirbt zuletzt
es grüßt sehr herzlich ein oldie-liebhaber aus hessen,deutschland
.
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