Kantönligeist kostet Gesundheitswesen viel
publiziert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 15:21 Uhr

Zürich - Kantönligeist, Ineffizienz und Reform-Unwilligkeit kosten das Schweizer Gesundheitswesen jährlich um die 4,5 Milliarden Franken. Dies sagten Fachleute von PriceWaterhouseCoopers (PWC) in Zürich vor den Medien.

Acht Spitäler mit einer Herzchirurgie würden reichen, meint Hans-Peter Münger, Leiter der PWC-Gesundheitsberatung. (Symbolbild)
Acht Spitäler mit einer Herzchirurgie würden reichen, meint Hans-Peter Münger, Leiter der PWC-Gesundheitsberatung. (Symbolbild)
4 Meldungen im Zusammenhang
Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern - namentlich Dänemark und Niederlande - stehe die Schweiz in Sachen Gesundheitsausgaben nicht sehr gut da, sagte Hans-Peter Münger, Leiter der PWC-Gesundheitsberatung. Ineffizienz, Kantönligeist und zögerliches Anpacken von Reformen verschlängen jährlich rund ein Prozent des Bruttoinlandprodukts - also etwa 4,5 Milliarden Franken.

Schwerpunktspitäler

Nötig wäre eine grossräumigere Planung. Schwerpunktspitäler etwa sollten Regionen über die Kantonsgrenzen hinweg versorgen. Und nicht alle müssten alles anbieten. Dabei gehe es durchaus nicht bloss um die hochspezialisierte Medizin wie etwa Transplantationen.

Diese, im Einzelfall zwar teuer, fielen wegen ihrer geringen Anzahl für die Gesamtkosten nicht gross ins Gewicht.

«Wir sind zu grosszügig mit uns»

Anderseits böten in der Schweiz mit ihren gerade mal 7,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern 16 Spitäler eine Herzchirurgie an, wo eigentlich acht Standorte durchaus genügten, sagte Münger. Dies treibe die Kosten enorm in die Höhe: «Wir sind zu grosszügig mit uns».

Rodolfo Gerber, Partner und Leiter Gesundheitswesen bei PWC, räumte ein, es gebe keine kurzfristig greifenden Patentlösungen, um die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Nötig seien «eine Vielzahl einzelner Massnahmen».

Vor allem müsse man die «Verkrampfung unter den Playern aufbrechen». An ihre Stelle müsse die Bereitschaft treten, miteinander zu reden. Reformen seien wichtig für Innovation und Wettbewerb.

(sl/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Facebook Aargauer gegen Zürcher, Berner gegen Basler, St.Galler gegen Walliser: Auf ... mehr lesen
Nicht nur schräg.
Höhere Gesundheitausgaben in der Schweiz.
Zürich - Die Gesundheitsausgaben in der Schweiz werden weiter zunehmen - mehr noch als bisher erwartet. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) korrigierte ihre letzte ... mehr lesen
Bern - Die CVP hat ihre Vorschläge ... mehr lesen 2
CVP will die Schweiz in fünf Gesundheitsregionen aufteilen.
PWC kann ich nicht ernst nehmen.
dass ich nicht lache. Die meinen sie haben ein Ahnung von Wirtschaftlichkeit? Ich habe die in einer Firma mit ihrer Wirtschaftlickeit erlebt. Die gabs 1 Jahr später nicht mehr
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist in den vergangenen Jahren derart stark gewachsen.
Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist in den ...
Publinews Ein gesunder Lebensstil ist in unserer hektischen immer wichtiger geworden. Um so einen Lebensstil pflegen zu können, ist Planung notwendig. Je detaillierter und konkreter so ein Plan aussieht, desto leichter lässt er sich dann auch in die Tat umsetzen. mehr lesen  
Publinews Wer von Natur aus, wegen einer Krankheit oder eines Unfalls keine ästhetischen Brüste hat, kann darunter stark leiden. Um das ... mehr lesen  
Ob Schönheitsoperationen notwendig sind, liegt im Auge des Betrachters.
In der Schweiz ist der Radonanteil mit rund 8 % bis 9 % fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Bild: Zermatt.
Publinews Schutz vor Radon in Gebäuden  Die Schweiz ist in Europa das am stärksten von Radon betroffene Land. Der Grund dafür sind die zerklüfteten Bergregionen ... mehr lesen  
Publinews Wer kennt das nicht? Man hat einen anstrengenden Tag hinter sich und als Belohnung wartet der Heisshunger auf Süsses auf einen. mehr lesen  
Wer kennt das nicht: Heisshunger auf etwas Süsses?
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 16°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Basel 17°C 33°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 15°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Bern 14°C 31°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Luzern 15°C 31°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
Genf 16°C 32°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Lugano 17°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten