Kantone blasen zum Kampf gegen den Hanf

publiziert: Montag, 12. Mai 2003 / 21:20 Uhr

Bellinzona - Das kompromisslose Vorgehen der Tessiner Behörden gegen Hanfanbauer und Ladenbesitzer soll in der ganzen Schweiz Schule machen. Dies beschlossen in Bellinzona Staatsanwälte, Richter und Polizisten aus insgesamt zehn Kantonen.

Ein Hanfbauer pflegt seine Pflanzen.
Ein Hanfbauer pflegt seine Pflanzen.
Den Behörden sind nicht so sehr die Kiffer, sondern vielmehr die Hanfproduzenten ein Dorn im Auge. Wir sind besorgt über die Geschwindigkeit, mit der sich der Hanfanbau in der ganzen Schweiz verbreitet, sagte der Tessiner Staatsanwalt Antonio Perugini an einer Medienkonferenz.

Im Tessin sei deswegen der gesamte Agrarsektor in Gefahr. Viele Leute lassen sich vom raschen Gewinn blenden und setzen nur noch auf die Karte Hanfanbau, sagte Perugini. Um das Phänomen einzudämmen, haben die Tessiner Behörden in den vergangenen Wochen 13 Razzien durchgeführt.

Dabei wurden 150 000 Hanfpflanzen, 1700 Kilo Marihuana, 25 Fahrzeuge sowie 600 000 Franken Bargeld beschlagnahmt. 45 Personen wurden verhaftet. Die entdeckten Hanfanbauflächen erstreckten sich über 85 000 Quadratmeter.

Weil auch andere Gegenden der Schweiz mit der selben Problematik konfrontiert sind, einigten sich die Vertreter der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Graubünden, Waadt, Wallis, Schwyz, Tessin und Zürich auf eine gemeinsame Null-Toleranz-Strategie. Die Politiker werden aufgefordert, das Thema nicht zu banalisieren.

Der Walliser Richter Jo Pitteloud wies darauf hin, dass der Hanfkonsum heutzutage grosse gesundheitliche Schäden hervorrufen könne und in keinster Weise mit den vor fünfzig Jahren konsumierten Produkten vergleichbar sei: Heute sind die THC-Werte der Pflanzen um ein Vielfaches höher als früher.

(fest/sda)

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