«Toleranz zu Ende»

Karsai fordert Ende der NATO-Einsätze

publiziert: Samstag, 12. Mrz 2011 / 13:39 Uhr
Hamid Karsai traf sich in Kunar mit Stammesältesten.
Hamid Karsai traf sich in Kunar mit Stammesältesten.

Asadabad - Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die NATO zu einem Ende ihrer militärischen Einsätze im Land aufgefordert. «Ich bitte die NATO und die USA mit Ehre und Demut und nicht mit Arroganz darum, ihre Einsätze in unserem Land zu beenden», sagte Karsai.

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Der afghanische Präsident hielt sich am Samstag in der östlichen Provinz Kunar auf. Dort traf er mit hunderten Stammesältesten zusammen. Unter ihnen waren auch Angehörige von neun Kindern und weiteren Zivilisten, die kürzlich bei Angriffen der NATO-geführten ISAF-Truppen getötet worden waren.

«Wenn es sich um einen Krieg gegen Terroristen und den internationalen Terrorismus handelt, sollten sie ihn in den Regionen führen, die wir ihnen in den letzten neun Jahren gezeigt haben und die sie auch kennen», sagte Karsai an die Adresse der NATO-Truppen.

«Wir sind sehr tolerante Menschen, aber jetzt ist unsere Toleranz zu Ende.» Karsai hatte in der Vergangenheit wiederholt gefordert, Stellungen der radikalislamischen Taliban im Ausland, vor allem in Pakistan, statt afghanische Ortschaften anzugreifen.

(fkl/sda)

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