Kaum Hoffnung auf Überlebende nach Helikopter-Crash in Irak
publiziert: Samstag, 22. Mrz 2003 / 08:19 Uhr

Bagdad - Über dem Persischen Golf sind zwei britische Armeehelikopter mit sieben Besatzungsmitgliedern zusammengestossen. Nach Behördenangaben gibt es kaum Hoffnung auf Überlebende.

Transporthelikopter vom Typ CH-46 Sea Knight.
Transporthelikopter vom Typ CH-46 Sea Knight.
Zwei Helikopter vom Typ Sea King seien in die Kollision verwickelt gewesen, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in London. Rettungskräfte seien im Einsatz, doch es gebe kaum Hoffnung auf Überlebende. Nach Angaben der Sprecherin handelte es sich um einen Unfall, der nicht durch eine Feindhandlung herbeigeführt worden sei.

Erst am Freitagmorgen war ein US-Transporthelikopter in Kuwait abgestürzt; dabei waren vier US-Soldaten und acht britische Soldaten ums Leben gekommen.

Auch in der dritten Kriegsnacht haben die USA ihre Offensive mit massiven Luftschlägen gegen die Hauptstadt Bagdad fortgesetzt. Etwa tausend Marschflugkörper seien abgefeuert worden, sagte ein US-Militärvertreter in Washington. Bei den Angriffen hätten die US-Truppen auch Langstreckenbomber eingesetzt.

Angriffsziele waren laut dem Militärsprecher die politische und militärische Führung in Bagdad sowie die irakische Luftabwehr. Die Infrastruktur blieb nach Korrespondentenberichten weitgehend unversehrt, so dass es in Bagdad weiter Strom und Wasser gab.

Inzwischen meldete der TV-Sender ABC unter Berufung auf den US-Geheimdienst CIA, dass bei den ersten Luftangriffen auf Bagdad angeblich drei ranghohe Mitglieder der irakischen Führung getötet worden sein. Luftangriffe habe es auch in den nordirakischen Städten Mosul und Kirkuk gegeben.

Die amerikanischen Truppen setzten am Samstagmorgen nach einer Pause ihren Vormarsch auf Bagdad fort. Nach Angaben von CNN soll sich eine ganze irakische Division, die 51. Infanterieeinheit, ergeben haben.

Die 8000 Mann hätten die Waffen gestreckt, als die Invasionstruppen auf Basra vorrückten, wie TV-Sender unter Berufung auf Regierungsbeamte übereinstimmend berichteten. Die Division habe vor dem Krieg über rund 200 Panzer verfügt.

(rr/sda)

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