Keine Ausgangssperre für Jugendliche in Schwyz
publiziert: Mittwoch, 17. Sep 2008 / 23:00 Uhr

Schwyz - Jugendliche dürfen im Kanton Schwyz weiterhin in den nächtlichen Ausgang. Eine Ausgangssperre ist für den Kantonsrat kein taugliches Mittel im Kampf gegen den Vandalismus. Er lehnte ein entsprechendes Postulat der CVP mit 62 zu 17 Stimmen ab.

Laut SP ist Vandalismus nicht an die Tageszeit gebunden.
Laut SP ist Vandalismus nicht an die Tageszeit gebunden.
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Das Kantonsparlament war sich einig, dass Vandalismus auf Schulhöfen und öffentlichen Plätzen ein zunehmendes Problem ist.

Die klare Mehrheit lehnte jedoch die Forderung der CVP ab. Diese wollte das Problem mit einer Ausgangssperre ab 22 Uhr für Jugendliche bekämpfen.

Wie der Regierungsrat waren auch die meisten Redner der Meinung, dass das geltende Recht - etwa die Polizeiverordnung - genügend Möglichkeiten biete, um gegen jugendliche Randalierer vorzugehen. So könne die Polizei örtliche und zeitliche Rayonverbote aussprechen.

Eine nächtliche Ausgangssperre bringe nichts, Vandalismus sei nicht an die Tageszeit gebunden, meinte ein SP-Sprecher. FDP und SVP sprachen von einer unverhältnismässigen Massnahme und einem unzulässigen Eingriff in die persönliche Freiheit. Die anständige Mehrheit dürfe nicht wegen einer Minderheit von Übeltätern bestraft werden, hiess es weiter.

(bert/sda)

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Wie sich noch abgrenzen?
Wir haben regelmässig, natürlich nach dem Hausaufgabenerledigen und sozusagen als BELOHNUNG, ein paar Kafi Schnaps bei einem Schulkollegen genossen. Zu Trinkern sind wir deshalb aber nicht geworden. Aber es war halt einfach ein tolles Gefühl, einmal nicht unter Aufsicht zu sein. Und die Eltern hatten einfach nur Freude, dass wir alle die Hausaufgaben sofort nach der Schule gemeinsam erledigen :-).

Eigentlich war ich ja ein ganz braves Mädchen. Das musste ich mir am Klassentreffen auch immer wieder anhören :-) Ich bin aber überzeugt, dass ich mich an heutigen Botellones beteiligt hätte, wenn wir das schon gekannt hätten. Wohl einfach, um nichts zu verpassen. Kiffen und Rauchen kamen zu Hause nicht in Frage, aber am Lagerfeuer an der Aare, zur Musik der Krokusse, die wir persönlich kannten, war es umso romantischer. Zum Glück wurde es den Meisten immer schlecht beim Kiffen. Und was glücklicherweise immer klar war: harte Drogen waren für alle ein Tabu.

Ich habe jetzt selber erwachsene Kinder und das Thema Kiffen etc. war bei einem davon lange ein Thema, das mich fast in den Wahnsinn trieb. Mit zwanzig Jahren hat es sich dann aber auch ausgewachsen. Heute ist er ganz lieb und brav, geht gerne zur Arbeit, will es zu etwas bringen, macht Weiterbildungen, hat schon lange die gleiche Freundin ...

Was ich damit sagen will: Junge Menschen müssen sich von ihren Eltern abgrenzen. Das ist ganz normal. Nur: Heute haben sie fast keine Gelegenheit mehr dazu, weil die älteren Semester die gleiche Musik hören, sich gleich kleiden, denselben Sport treiben, kiffen, saufen .... Das finde ich gefährlich!
Nur so zum Thema, weil ich als ca. 14-jähriger, ...
.... damals, heute bin ich etwas sehr viel älter grins ..., mich fast etwas von unserem "Dorf"-Polizisten fürchtete - in einem Vorort Berns - der nach, so wie ich mich noch erinnere, etwa 21.00 Uhr in unserem Quartiersträsschen zu erscheinen drohte, um zu kontrollieren, ob alle Kinder "jünger als ..." nicht mehr auf der Strasse waren -

Also schon damals, vor etwa 50 Jahren !

Meine Frage: Wie ist das nun mit dieser behördlichen Weisung genau ...? Damals kannten wir Hasch und andere Drogen noch gar nicht ... :-))

Ja, ja, die "guten alten Zeiten" UNSERER Generation ... Dafür kannte man damals bereits schon das Bier, die hochprozentigen Alkoholika ..., den Wein, z.B.

Dies nur so zur Argumentation bezgl. "kiffen" zuhause, was vermutlich ein gar nicht so treffsicheres Argument hergibt.
Guten Tag Sonnenschein
Hab gerade anderen Artikel beantwortet. Dieser ist nicht minder interessant geschrieben. Hoffentlich lesen noch viele Ihre Artikel.
Geht einsperren überhaupt?
Ist noch lustig. Hatte letzten Samstag Klassenzusammenkunft. Habe Typen wieder gesehen, die ich bald dreissig Jahre nicht mehr sah. Einige davon waren ganz ausgeflippte Herumstreuner. Die sind seit vielen Jahren brave Väter und Ehemänner. Und dann hat es ehemals Brave, die heute total ausgeflippt sind.

Fazit: Einmal lässt jeder Dampf ab. Die Frage ist oft, wie stark dies die Gemeinschaft betrifft und stört. Das ist mir auch klar. Aber dennoch: Waren wir nicht alle mal jung? Und hätten wir uns im Pubertätsalter den Ausgang sperren lassen? Wir hätten damals sicher einen Weg gefunden, uns dennoch herumzutreiben, wenn wir das gewollt hätten.

Übrigens: Wenn ich daran denke, wo wir uns herumgetrieben haben, dann stehen mir beim Gedanken, dass meine Kinder sich an gleichen Orten tummeln könnten, die Haare zu Berge: alte Steinbrüche, Baustellen, verlassene Häuser, Kehrichtgruben ... Waren nun meine Eltern, nur weil sie mir vertrauten :-) schlechte Eltern? Sicher nicht. Doch wir hatten oft einen Schutzengel. Das bin ich mir erst jetzt bewusst.
Ausgangs-Sperre
Glaube ein Verbot würden die Teenies nur noch mehr erzürnen und Rebellion erzeugen. Die werden dann schon auf den rechten Pfad kommen.
Wo's stimmt, stimmt's sowieso
Dann saufen und kiffen sie halt künftig zu Hause, unsere Jugendlichen :-) Vielleicht sogar zusammen mit ihren Eltern, was dann ja auch die Bindung wieder verbessern kann ...

Nein, ich frage mich im Ernst, wie weit wir schon sind, dass wir schon Ausgangsverbote aussprechen müssen. Sind wir nicht eigentlich grundsätzlich freie Menschen und wird Selbstverantwortung, gerade in der Schweiz, nicht gross geschrieben? Ich frage mich, ob man Eltern dazu zwingen kann, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern und ob Mittel wie die Ausgangsverbote hier nützen?

Wo das Verhältnis stimmt, da wird auch in Zukunft keine Ausgangssperre nötig sein, und wo es nicht stimmt, da würden sich besser die Behörden einmal einmischen und ihre Aufgabe erfüllen. Dafür sind sie ja auch gut bezahlt. Ich staune oft, wie viel es braucht, damit Eltern in die Pflicht genommen werden. Da machen Behörden selbst die Hühneraugen noch zu, um ja nicht handeln zu müssen. Und wenn dann wieder bisher verantwortungsbewusste Eltern sich scheiden lassen, dann geht es plötzlich alle etwas an, wie die Kinder gehalten wurden und werden. Unter dem Deckelchen "zum Wohle des Kindes" werden da von sogenannten Rechtssprechern oft ohne grosse Überlegungen und Nachforschungen Entscheide getroffen, die Kindern die ganze Jugend kaputt machen können.

Wir leben einfach in einer ganz verkehrten Welt!
Kaum zu glauben
Was haben 14- und 15-jährige nach 23 Uhr auf den Strassen verlohren? – nichts!! Bei der Ausgangssperre für Jugendliche geht es doch nicht nur um Vandalismus, sondern auch um Jugendschutz. Dazu kommt, dass es – leider, leider – viele Eltern gibt, denen es scheiss egal ist, was ihre Jugendlichen treiben und wie lange. Nur mit einem Ausgangsverbot – wie es übrigens in Liechtenstein schon lange bestens funktioniert – könnten dann auch diese Eltern in die Pflicht genommen werden oder an ihre Aufsichtspflicht erinnert werden.
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