Im Vorfeld war es in verschiedenen Städten Nepals zu Protestkundgebungen gegen die autoritäre Herrschaft von König Gyanendra gekommen. Zu den Protesten hatte die oppositionelle Sieben- Parteien-Allianz SPA aufgerufen, die seit Donnerstag das Land mit einem Generalstreik weit gehend lahm legt.
Bei einer der Demonstrationen in der westlichen Touristenmetropole Pokhara erschoss die Polizei einen Demonstranten, wie der unabhängige Radio-Sender HBC FM berichtete.
Tote bei Kämpfen zwischen Rebellen und Armee
Zuvor war es zu blutigen Kämpfen zwischen maostischen Rebellen und Regierungstruppen gekommen. Dabei wurden im Westen Nepals zwölf Menschen getötet.
Nach Armeeangaben überfielen tausende Rebellen in der Nacht mehrere Kasernen der Sicherheitskräfte sowie Regierungsämter in den Bezirken Rupandehi und Kapilbastu. Bei den stundenlangen Gefechten wurden neun Aufständische und drei Soldaten getötet.
«Tag der Volksbewegung»
Heute jährt sich zum 16. Mal der «Tag der Volksbewegung»: Am 8. April 1990 hatte der damalige König Birendra das Parteienverbot aufgehoben; ein Jahr später wurde die erste gewählte Regierung seit fast einem halben Jahrhundert gebildet.
Sein Nachfolger Gyanendra hatte am 1. Februar vergangenen Jahres den Ausnahmezustand erklärt und sich für die kommenden drei Jahre zum alleinigen Machthaber ernannt.
(bert/sda)








