Aggression befürchtet

Keine Konferenz in Freiburg für Islamischen Zentralrat

publiziert: Dienstag, 11. Nov 2014 / 12:46 Uhr
Es werden Gegendemonstrationen befürchtet. (Symbolbild)
Es werden Gegendemonstrationen befürchtet. (Symbolbild)

Freiburg - Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) darf seine Jahreskonferenz 2014 nicht im Forum Freiburg abhalten. Der Oberamtmann des Saanebezirks hat die Genehmigung verweigert. Der IZRS will jedoch am Veranstaltungsort festhalten.

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Der IZRS habe keine verlässliche und definitive Liste der Redner geliefert, begründet der Oberamtmann des Saanebezirks, Carl-Alex Ridoré, den Entscheid am Dienstag in einer Mitteilung. Die Liste sei seit der Einreichung des Gesuchs im Juni fast vollständig geändert worden.

Zudem werden Gegendemonstrationen sowie Ausschreitungen, Schlägereien, Gewalt und Aggressionen befürchtet. Wegen der Risiken für die öffentliche Ordnung erachte der Oberamtmann es als angemessen, die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit in diesem Fall einzuschränken, heisst es in der Medienmitteilung.

Der IZRS wollte seine Jahreskonferenz am 29. November im Forum Freiburg in Granges-Paccot FR abhalten. Thema sollte die Hidschra sein, die den Beginn der islamischen Zeitrechnung markiert.

IZRS kündigt Beschwerde an

Den abschlägigen Entscheid nahm der IZRS am Dienstag «mit Bestürzung» zur Kenntnis. Der IZRS halte am Veranstaltungsort und Datum fest, heisst es in einer Stellungnahme. Gegen den Entscheid will der IZRS am (morgigen) Mittwoch beim Kantonsgericht Freiburg eine superprovisorische Beschwerde einreichen.

Der IZRS gehe davon aus, dass der Entscheid rechtlich nicht haltbar sein dürfte, schreibt der IZRS weiter. Er verweist darauf, dass der IZRS sich bei früheren Jahreskonferenzen immer streng an die Auflagen der Behörden gehalten habe und es höchstens zu kleineren Kundgebungen ohne Zwischenfälle gekommen sei.

2012 hatte die Jahreskonferenz des IZRS bereits einmal im Forum Freiburg stattgefunden. 2013 fand die Jahreskonferenz in Genf statt. In beiden Fällen hatte der Bund jeweils die Einreise eines Redners verweigert.

(awe/sda)

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