Keine Neutralitäts-Verletzung durch Calmy-Rey
Bern - Die kritischen Äusserungen von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zum Vorgehen Israels in Libanon standen «als solche nicht im Widerspruch zur Neutralitätspolitik».
Es wurde indessen die Befürchtung geäussert, im konkreten Fall könnte sich die Verurteilung Israels negativ auf die Rolle der Schweiz als Vermittlerin im Nahost-Konflikt auswirken.
Laut Mitteilung der Parlamentsdienste war man sich in der Kommission einig, dass ein Einsatz von Schweizer Soldaten im Rahmen der UNO-Truppe Unifil in Libanon nicht in Frage kommt, weil es sich hier um ein friedenerzwingendes Mandat handelt. Mit Genugtuung nahm die APK zur Kenntnis, dass der Bundesrat diese Meinung teilt.
Die Kommission erörterte auch die von Calmy-Rey unlängst neu lancierte Frage einer Schweizer Kandidatur für den UNO-Sicherheitsrat. Zurzeit bestehe hier «kein Diskussionbedarf», heisst es in der Mitteilung.
(smw/sda)





