Keine offizielle Bestätigung zur Freilassung der Sahara-Geiseln
publiziert: Montag, 18. Aug 2003 / 00:00 Uhr

Mainz/Bamako - Die Heimkehr der 14 Sahara-Geiseln, darunter vier Schweizer, scheint zum Greifen nahe. Ob die Touristen nach sechs-monatiger Gefangenschaft allerdings wirklich befreit wurden, bleibt weiterhin unklar.

Blick auf die malische Hauptstadt Bamako.
Blick auf die malische Hauptstadt Bamako.
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Das deutsche Fernsehen ZDF und die malischen Behörden in Gao hatten übereinstimmend gemeldet, die Geiseln seien in der nordostmalischen Region Kidal freigelassen worden. Die Geiseln sind heute freie Leute, hiess es gemäss der Nachrichtenagentur afp auch aus Verhandlungskreisen.

Die ARD-Tagesthemen meldeten später, die Übergabe der Verschleppten sei aus organisatorischen Gründen gescheitert. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete, gemäss den Unterhändlern nahe stehenden Kreisen in Bamako könnte die Übergabe der Geiseln unter glücklichen Umständen an diesem Montag erfolgen.

Weder das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) noch das deutsche Aussenministerium konnten die Informationen bestätigen. In diplomatischen Kreisen in Bamako hiess es sogar, die ZDF-Meldung über die Freilassung Geiseln sei falsch, wie die Nachrichtenagentur reuters meldete.

Der deutsche Staatssekretär Jürgen Chrobog war am Sonntag in Bamako eingetroffen. Nach der Landung sagte er: Ich wäre nicht hier, wenn wir nicht guter Hoffnung wären. Wir stellen uns auf alles ein. Für die Evakuierung der Geiseln sei alles vorbereitet. Er könne aber nicht sagen, ob sie noch am Abend freigelassen würden.

Auch Botschafter Peter Sutter, der Chef des EDA-Krisenstabs, befinde sich zur Zeit in Bamako, sagte EDA-Sprecher Simon Hubacher gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er soll sich dort mit dem malischen Aussenminister treffen.

Nach Angaben der malischen Behörden in Gao sollte ein Transallflugzeug der deutschen Bundeswehr die befreiten Touristen zunächst in die Hauptstadt Bamako bringen. Die Maschine stand laut einem AFP-Journalisten auf dem Flughafen von Gao bereit. Auch ein malisches Militärflugzeug parkte dort.

(ps/sda)

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