Köbi Kuhn feierlich in den Ruhestand verabschiedet

publiziert: Freitag, 12. Sep 2008 / 16:21 Uhr

74 Tage nach seinem letzten Arbeitstag ist Köbi Kuhn am Vormittag nach siebenjähriger Tätigkeit als Nationalcoach vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) in Zürich feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden.

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Die Idee war originell und Kuhn wusste lange nichts davon, bis es ihm ein unvorsichtiger Journalist verraten hatte: Der Abschiedsanlass des SFV fand gestern dort statt, wo klein Köbi vor rund 60 Jahren erstmals gegen einen Fussball getreten hatte.

Auf «seiner» Fritschiwiese in Zürich-Wiedikon, direkt vor dem einstigen Elternhaus und unmittelbar neben einer kleinen Hütte, «wo ich früher zahlreiche Hausfrauen verärgert habe, weil ich stundenlang mit dem Ball an eine Holztüre knallte».

Umringt von seinen früheren Weggefährten Rolf Blättler, Fritz Künzli und Bruno Rahmen sowie ehemaliger oder aktueller Nationalspieler wie Ricardo Cabanas, Franco Di Jorio, Roger Hegi, Ciriaco Sforza, Jörg Stiel oder Marco Zwyssig, durfte Kuhn von SFV-Präsident Ralph Zloczower und dem Delegierten für die Nationalmannschaft, Ernst Lämmli, Ehrungen und Geschenke entgegennehmen.

Goldene Ehrentafel

Vom SFV erhielt er eine grosse goldene Ehrentafel, worauf alle Resultate seiner insgesamt 73 Länderspiele als Schweizer Nationalcoach festgehalten sind. Später, im noblen Hotel Sonnenberg, überreichte ihm FIFA-Präsident Sepp Blatter auch noch die goldene FIFA-Medaille.

Zloczower blickte in seiner Abschiedsrede nochmals auf die insgesamt zwölfjährige Zusammenarbeit mit Kuhn zurück und fasste treffend zusammen: «Er kam, sah und siegte. Sowohl mit der U18-, U21- als auch mit der A-Nationalmannschaft. Jetzt, nach drei EM- und WM-Endrundenteilnahmen geht er als erfolgreichster Coach in unsere Verbandsgeschichte ein.»

Der Schlüssel seines Erfolges seien die ausserordentliche Begabung als Fussballspieler und -lehrer, sein menschliches und fürsorgliches Wesen, die Wärme und das Verständnis den Spielern gegenüber sowie die Fertigkeit, einen eingeschlagenen Weg trotz Schwierigkeiten unbeirrt weiterzugehen.

«Grösster Respekt gebührt dir auch für die Art, wie du während der EM mit der Erkrankung deiner Frau Alice umgegangen bist. Du hast sehr gelitten, aber nicht dein Einsatz für uns bei der EM», sagte Zloczower.

Selbst Ciriaco Sforza ist gekommen

Der Geehrte selber fand inmitten der Medienleute kaum Zeit, sich mit den übrigen Gästen zu unterhalten. «Ich bin sehr überrascht, hier an diesem originellen Ort all diese alten Weggefährten, ehemaligen Nationalspieler und bekannten Journalisten zu sehen. Selbst Ciriaco Sforza ist gekommen, mit dem ich das Heu wirklich nicht immer auf der gleichen Bühne hatte. Das freut mich ganz besonders.»

Zur bitteren Niederlage seines Nachfolgers Ottmar Hitzfeld am Mittwoch gegen Luxemburg sagt Kuhn: «Es war ein schlimmes Leiden für mich und danach eine grosse Trauer. Ich weiss, was nach einem solchen Spiel in einem vorgeht. Wenn man sich intensiv und akribisch auf eine solche Begegnung vorbereitet und dann nicht belohnt wird. Das ist ganz schlimm.»

(smw/Si)

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