Festhalten an Althergebrachtem für viele Vegetarier eher unwichtig
«Körnerfresser» haben weniger soziale Vorurteile
publiziert: Samstag, 25. Jul 2015 / 23:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 26. Jul 2015 / 08:48 Uhr
Menschen, die Fleisch und andere tierische Produkte essen, neigen eher zu Vorurteilen.
Menschen, die Fleisch und andere tierische Produkte essen, neigen eher zu Vorurteilen.

Mainz - Menschen, die Fleisch und andere tierische Produkte essen, neigen eher zu Vorurteilen als «Gemüseliebhaber». Ausserdem befürworten sie innerhalb von Gruppen eher autoritäre Strukturen und Hierarchien.

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Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von Forschern der Universität Mainz, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «British Food Journal» veröffentlicht wurde.

Ältere Menschen engstirnig

«Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, halten offenbar nicht so stark an Althergebrachtem fest, ausserdem bevorzugen sie häufiger gleichwertige Beziehungen gegenüber hierarchischen. Wir haben in unserer Studie gesehen, dass ältere Personen generell mehr dazu neigen, Vorurteile gegenüber anderen Personen zu haben», erläutert Forschungsleiterin Susanne Singer.

Die Experten weisen jedoch darauf hin, dass es in allen Altersgruppen einen Unterschied zwischen Vegetariern, Veganern und Omnivoren gibt. Demnach hängt die Ernährungsweise, unabhängig vom Alter, mit der Einstellung gegenüber anderen Personen zusammen. «Nach der Definition von Gordon Allport bedeutet eine solche Neigung zu Vorurteilen, dass diese Personen dazu tendieren, von anderen ohne ausreichende Begründung schlecht zu denken. Zumindest haben sich diese Studienteilnehmer in dieser Weise selbst beschrieben», ergänzt Psychologin Petra Veser von der Universität Wuppertal.

Rund 1.400 Personen analysiert

Die Forscher haben die Daten von rund 1.400 Personen im Alter von zwölf bis 86 Jahren ausgewertet. Die Ernährungsweisen wurden den obigen drei Formen zugeordnet. Je ein Drittel der Befragten ernährte sich omnivor (35 Prozent), vegetarisch (31 Prozent) beziehungsweise vegan (34 Prozent). Die hohe Zahl von Vegetariern und Veganern entspricht nicht der realen Verteilung in der Bevölkerung. Die Forscher waren bemüht, viele Vegetarier und Veganer zur Teilnahme zu gewinnen, um auch von ihnen statistisch verlässliche Aussagen zu erhalten.

(nir/pte)

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