Kolumbianer demonstrieren für Geisel-Freilassung
publiziert: Sonntag, 20. Jul 2008 / 22:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 20. Jul 2008 / 23:58 Uhr

Bogotá - Hunderttausende Kolumbianer haben zum Nationalfeiertag in rund tausend Städten und Dörfern Kolumbiens für eine Freilassung der rund 3000 verschleppten Geiseln in ihrem Land demonstriert.

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Darüber hinaus gab es in insgesamt 20 eueropäischen, sechs asiatischen und 27 US-amerikanischen Städten Kundgebungen. In Paris wurde die Kundgebung von Ingrid Betancourt, der erst kürzlich freigekommenen Franko-Kolumbianerin, eröffnet.

Zum Auftakt des Aktionstags forderte die franko-kolumbianische Politikerin ein Ende der politisch motivierten Gewalt. «Keine Geiselnahmen mehr!», sagte Betancourt, die selbst mehr als sechs Jahre verschleppt war. Mehrere tausend Menschen hatten sich für ein Solidaritätskonzert mit zahlreichen Musikern in der Nähe des Eiffelturms eingefunden.

In Madrid hatten sich schon seit Samstagabend tausende Menschen zur Feier des kolumbianischen Nationalfeiertages zusammengefunden. Zahlreiche Teilnehmer auf der Plaza Mayor trugen ebenfalls T-Shirts mit der Aufschrift: «Lasst sie jetzt frei!»

Feier in Amazonasstadt

Die offizielle Zeremonie zur Unabhängigkeitsfeier der ehemaligen spanischen Kolonie wird mit einer Militärparade in der Amazonasstadt Leticia begangen.

Dort sang die kolumbianische Pop-Sängerin Shakira die Nationalhymne und machte sich für die Freilassung der FARC-Geiseln stark. Sie folgte damit einer Einladung des kolumbianischen Staatschefs Álvaro Uribe.

Geiseln bei verschiedenen Gruppen

Die kolumbianische Armee hatte Betancourt und 14 weitere Geiseln der Guerillagruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) Anfang Juli in einer trickreichen Aktion befreit.

Schätzungen zufolge befinden sich noch bis zu 700 Menschen in der Hand der FARC-Rebellen. Daneben werden mehr als 2000 Geiseln in der Gewalt von Mafia-Banden, paramilitärischen Gruppen oder der Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) vermutet.

(ht/sda)

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