Kompaniekommandant wird nicht mehr überwacht

publiziert: Montag, 23. Jun 2008 / 12:39 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Jun 2008 / 17:08 Uhr

Wimmis - Nach dem Militärunfall auf der Kander vom 12. Juni wird der verantwortliche Kompaniekommandant nun nicht mehr von der Militärpolizei überwacht. Ein ähnlicher Unfall mit Schlauchbooten der Armee ereignete sich vor 65 Jahren schon einmal.

Beim Unglück kamen mehrere Armeeangehörige ums Leben. (Archivbild)
Beim Unglück kamen mehrere Armeeangehörige ums Leben. (Archivbild)
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Nach einer Hausdurchsuchung am Wohnort des Kompaniekommandanten und der inzwischen abgeschlossenen Befragung habe der Untersuchungsrichter die Bewachung aufgehoben, sagte Silvia Schenker, Sprecherin der Militärjustiz auf Anfrage.

Die Bewachung des verletzten Kompaniekommandanten war eine Ersatzmassnahme für die Untersuchungshaft. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die gesetzliche Grundlage für eine solche Ersatzmassnahme nicht mehr gegeben, führte Schenker aus.

Schon 1943 ein Unglück

Bei dem Unglück kenterten bei Schwellen in der Kander zwei Militärschlauchboote. Vier Armeeangehörige kamen ums Leben, einer wird noch vermisst, fünf weitere wurden verletzt.

60 Armeeangehörige suchen weiter nach dem Vermissten, wie das VBS mitteilt. Falls der Mann auch in den nächsten Tagen nicht gefunden wird, entscheidet die Armee gegen Ende der Woche über das weitere Vorgehen.

Bereits im August 1943 kam ein Armeeangehöriger an fast derselben Stelle in der Kander bei einem Bootsunfall ums Leben. Der jüngere Bruder des verstorbenen Soldaten bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen entsprechenden Bericht des «Blick».

Parallelen

Demzufolge gibt es eine Reihe von Parallelen zwischen beiden Unglücksfällen. Auch vor 65 Jahren habe die Kander nach heftigen Gewittern viel Wasser geführt. Im Rahmen einer Übung hätten sein damals 21-jähriger Bruder und seine Kameraden die Kander auf einem Boot überqueren müssen.

Das Boot sei gekentert und drei Armeeangehörige, darunter sein Bruder, seien ins Wasser gestürzt. Zwei der Männer hätten sich an einem Seil an Land ziehen können. Sein Bruder aber sei mitgerissen worden. Erst nach einer längeren Suche habe er tot geborgen werden können.

(rr/sda)

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Unschuldsvermutung???
In jedem Rechtsstaat gilt der Grundsatz: Jemand ist schuldig, wenn er/sie in einem gültigen Verfahren verurteilt wird und ein Vergehen NACHGEWIESEN werden kann. Sind wir in diesem Fall schon so weit? Habe ich die Untersuchung, den Prozess und Urteilsverkündung verpasst?

Was hier geschieht ist doch morbid, Namen, Charakteranalysen und Vorgeschichte deIs YM öffentlich zu debattieren bedient den Voyeurismus und gehört in die billigsten Boulevardzeitungen. Die sind spezialisiert auf Skandale und Klatsch und ebnen pauschalen Vorverurteilungen den Weg.

Und bewahrheiten sich auch all die schlimmen Verdächtigungen - einzig der Richter wird darüber zu befinden haben, auch über das Strafmass. Anscheinend werden Leserforen jedoch zuweilen für persönliche Fehden und als modernen Pranger genutzt. "Hirnlose Betonköpfe", "Idioten", "Versager", und gar tausendfach vertreten in der Armee; und der oberste Chef sieht tatenlos zu????
Dauernde Überwachung?
Was hätte denn die dauernde "Überwachung" überhaupt für einen Zweck? Die Sache ist leider passiert und kann nicht rückgängig gemacht werden. Es ist tragisch, aber deswegen kann man den Mann nicht in die Hölle verdammen. Er hat sich den Ausgang seiner Leichtsinnigkeit bestimmt auch nicht so vorgestellt. Im Übrigen wird im Zivilleben bei einem solchen Unglück weniger Aufheben gemacht (River-Rafting etc.), obschon dort ausgebildete Führer dabei waren.
Möglichst hart bestrafen
Ich finde es unglaublich dass Yv. Maag nicht mehr überwacht wird und er sich nun wieder frei bewegen kann.
In meiner RS gab es für die kleinsten Vergehen scharfen Arrest. Und dieser Betonkopf hat 5 Menschen auf dem Gewissen und kann sich frei bewegen! An Leuten wie Yv. muss man ein Exempel statuieren und sie die volle Härte des Gesetzes spüren lassen.
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