Komplementärmedizin: Ein Ja bringt Methoden nicht zurück

publiziert: Montag, 16. Mrz 2009 / 17:13 Uhr

Bern - Ein Ja zur neuen Verfassungsbestimmung über die Komplementärmedizin am 17. Mai bringt die 2005 gestrichenen Alternativmethoden nicht unbedingt in die Grundversicherung zurück. Das hat Bundesrat Pascal Couchepin im Nationalrat erklärt.

Der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit, der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit steht gemäss Bundesrat Couchepin noch aus.
Der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit, der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit steht gemäss Bundesrat Couchepin noch aus.
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In der Fragestunde sagte der Gesundheitsminister, Homöpathie, Anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin, Phytotherapie und Neuraltherapie genügten den Kriterien für die Vergütung durch die Krankenkassen weiterhin nicht. Deshalb hatte er die fünf Methoden am 1. Juli 2005 aus dem Grundkatalog gekippt.

In Erwartung jenes Entscheides war die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» lanciert worden, die eine «umfassende» Berücksichtigung der alternativen Verfahren forderte. Dieses Volksbegehren wurde später zugunsten eines direkten Gegenvorschlages ohne das Wort «umfassend» zurückgezogen.

Die Befürworter der Komplementärmedizin gingen davon aus, dass die neue Verfassungsbestimmung die Wiederaufnahme der fünf gestrichenen Methoden in den Leistungskatalog ermöglichen wird. Diese Hoffnung, der Jean-François Steiert (SP/FR) in der Fragestunde Ausdruck gab, wurde nun von Couchepin fürs Erste enttäuscht.

Laut Couchepin steht der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit, der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit für die fünf erwähnten Methoden nach wie vor aus. Das Departement des Innern sehe deshalb nicht vor, diese Verfahren nach einer Annahme der Verfassungsvorlage automatisch wieder kassenpflichtig zu erklären.

Steierts Einwurf, bei mindestens drei der fraglichen Methoden seien die Anforderungen erfüllt, überzeugte den Gesundheitsminister nicht.

(fest/sda)

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