Konflikt mit Rebellen spitzt sich zu

publiziert: Montag, 3. Jan 2005 / 20:59 Uhr

Lima - Die peruanische Regierung hat mit dem Sturm der von Rebellen besetzten Polizeiwache in der Stadt Andahuaylas gedroht. Zuvor hatten die Rebellen erklärt, dass sie ihre Waffen vorläufig doch nicht niederlegen wollten.

Die Rücktrittsforderung von Präsident Alejandro Toledo ist aussichtslos.
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Die Dinge haben sich geändert. Wir legen unsere Waffen nicht nieder, weil die Regierung ihr Versprechen gebrochen hat, sagte der Anführer der etwa 200 Rebellen, der frühere Major Antauro Humala, gegenüber der Nachrichtenagentur reuters.

Die peruanischen Truppen hätten sich der Wache massiv genähert, erklärte Humala. Er forderte die Soldaten auf, sich von dem Polizeiposten zu entfernen.

Zusicherungen der Regierung

Die Regierung hatte zugesichert, sie werde die Menschenrechte der Aufständischen nach deren Aufgabe respektieren. Auch der Forderung Humalas, sich nur bei Tageslicht und im Beisein der Bürger der Stadt zu ergeben, stimmte die Regierung zu.

Rücktrittsforderung aussichtslos

Die Forderung nach einem Rücktritt von Präsident Alejandro Toledo hatte Humala angesichts der aussichtslosen Lage fallen lassen. Er hatte sich mit seinen Gefolgsleuten in einer Polizeistation verschanzt, die von etwa 1000 Polizisten und Soldaten umstellt war.

Im Laufe der Rebellion waren seit Samstag vier Polizisten getötet und fünf weitere Beamte verletzt worden. Auch einer der Aufständischen wurde erschossen und ein Zivilist verletzt. Toledo hatte zuvor den Ausnahmezustand über die Andenprovinz Apurímac verhängt. Humala wirft Toledo vor, er sei korrupt und verscherbele die Reichtümer Perus an das Ausland.

(sl/sda)

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