Kopf-an-Kopf-Rennen in Rumänien

publiziert: Sonntag, 12. Dez 2004 / 22:23 Uhr

Bukarest - Bei den Präsidentschaftswahlen in Rumänien zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Nach Befragungen der Institute INSOMAR und Metromedia lagen der sozialdemokratische Regierungschef Adrian Nastase und sein liberaler Rivale Traian Basescu mit je 50,0 Prozent gleichauf.

Adrian Nastase hat trotz der Spannung die besten Chancen auf einen Sieg.
Adrian Nastase hat trotz der Spannung die besten Chancen auf einen Sieg.
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Das Institut CURS ermittelte dagegen 50,7 Prozent für Nastase und 49,3 Prozent für Basescu, den Bürgermeister der Hauptstadt Bukarest. Bei den knapp 18 Millionen Wahlberechtigten hatte sich eine geringe Stimmbeteiligung abgezeichnet.

Nastase sagte, man werde das genaue Ergebnis erst am Montag erfahren. Er werde für alle Rumänen ein guter Präsident sein, auch für die, die mich nicht gewählt haben. Basescu sagte: Ich werde ein Präsident der Rumänen sein. Der Trend beweise, dass man in Rumänien auch mit wenig Geld Wahlen gewinnen kann.

Die Wahllokale schlossen um 20.00 Uhr MEZ. Letzte Umfragen hatten Nastase mit vier bis sechs Prozentpunkten vorn gesehen. Er war bereits aus der ersten Runde Ende November als Sieger hervorgegangen. Mit 40,9 Prozent der Wählerstimmen lag er damals deutlich vor Basescu, der 33,9 Prozent erhielt.

Präsidentenwahl bestimmt auch Regierungsbildung

Der Ausgang der Präsidentenwahl bestimmt auch die künftige Regierungsbildung in Bukarest. Bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen waren die regierenden Sozialisten (PSD) stärkste Partei geworden, hatten aber die absolute Mehrheit verfehlt.

Nastase wie Basescu wollen im Falle eines Wahlsiegs jeweils ihre eigene Partei mit der Regierungsbildung beauftragen. Beobachter gingen aber unabhängig vom Wahlsieger nicht von einem Kurswechsel in der rumänischen Politik aus.

Basescu hatte die Wählerinnen und Wähler am Tag des Urnengangs nochmals dazu aufgerufen, sich des korrupten Regimes zu entledigen. Er sowie Oppositionspolitiker und unabhängige Wahlbeobachter hatten nach der ersten Runde der Präsidentenwahl und der Parlamentswahl am 28. November schwere Betrugsvorwürfe erhoben.

(rr/sda)

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