Korruptionsbekämpfung in Afrika zwischen Realität und Illusion
publiziert: Samstag, 28. Jun 2003 / 18:47 Uhr

Crans-Montana - Um Investoren anzulocken und die Armut zu vermindern, müssen in Afrika stabile politische Verhältnisse geschaffen werden. Das ist die Botschaft verschiedener afrikanischer Staatschefs am 14. Forum in Crans-Montana.

Präsident Madagaskars, Marc Ravalomanana.
Präsident Madagaskars, Marc Ravalomanana.
Vielleicht müssen wir für die Korruption einfach einen neuen Namen erfinden und senken dadurch die Prozentzahlen, sagte der Präsident Madagaskars, Marc Ravalomanana. In Europa spreche man von Kommissionen, in Afrika werde das gleiche Korruption genannt. Die Bemerkung wurde mit Gelächter und Kopfnicken quittiert.

Der Aussenminster Benins, Rogatien Biaou, plädierte dafür, dass in der Korruptionsbekämpfung die Staaten und ihre Repräsentanten mit gutem Beispiel voran gehen müssten. So habe Benin vor kurzem eine Anti-Korruptions-Behörde eingeführt.

Der Premier Nigerias, Hama Amadou, wies darauf hin, dass es keine Korruption geben würde, wenn niemand bereit wäre, Schmiergelder auf den Tisch zu legen.

Ist Afrika dazu verurteilt, zu betteln?, fragte der Versöhnungsminister von Elfenbeinküste, Sébastien Dano Djedje. Die auf dem Podium in Crans-Montana versammelten Politiker verneinten dies. Sie waren sich einig, dass die Staaten selbst die Rahmenbedingungen für Investionen schaffen müssten.

Premier Amadou betonte, dass die Staaten Afrikas in den vergangenen Jahren in Infrastruktur, Gesundheit ihrer Bevölkerung Bildung investiert hätten. Auch sei der Privatsektor und die öffentliche Verwaltung gestärkt worden.

Die Staaten hätten ihre Hausaufgaben für eine nachhaltige Entwicklung gemacht, lautete der Tenor auf dem Podium. Nun sei es an der Zeit, dass die Investoren dies honorieren würden.

Keiner der Anwesenden verschwieg, dass vor Afrika noch ein steiniger Weg liege. So bezeichnete der Präsident Madagaskars Aids als eines der drängendsten Probleme.

(bert/sda)

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