Kreml-Kritiker Kasparow gründet «alternatives Parlament»

publiziert: Samstag, 17. Mai 2008 / 21:07 Uhr

Moskau - Der frühere russische Schachweltmeister und eingeschworene Kreml-Kritiker Garri Kasparow hat in Moskau ein «alternatives Parlament» gegründet, in dem sich Oppositionelle des gesamten politischen Spektrums einfanden.

Garri Kimowitsch Kasparow, russischer Politiker und ehemaliger Schachweltmeister mit armenisch-jüdischer Abstammung.
Garri Kimowitsch Kasparow, russischer Politiker und ehemaliger Schachweltmeister mit armenisch-jüdischer Abstammung.
Der Ort der Zusammenkunft in der russischen Hauptstadt war bis zur letzten Minute geheimgehalten worden. Rund 500 «Abgeordnete» kamen schliesslich zusammen, die von National-Bolschewisten bis hin zu Ultraliberalen jegliche politische Couleur umfassten.

Die Teilnehmer schworen gemeinsam, «keine Mühe zu scheuen, um die Souveränität und Macht des Volkes in Russland wiederherzustellen».

Anwesend waren unterschiedliche politische Persönlichkeiten wie der ultraliberale frühere Berater von Ex-Präsident Wladimir Putin, Andrej Illarjonow, Ex-Zentralbankpräsident Viktor Geraschtschenko, der Menschenrechtler Sergej Kowaljow, der national-bolschewistische Schriftsteller Eduard Limonow und der Anwalt des in Sibirien inhaftierten Ex-Ölmagnaten Michail Chodorkowski, Juri Schmidt.

Charta für «Wiederherstellung der Demokratie»

Die von den Teilnehmern verabschiedete Charta fordert «die Wiederherstellung der Demokratie» und verurteilt die «unrechtmässige» Führung, die auf unfreien Wahlen beruhe und das Land «in eine nationale Katastrophe führt».

Die russische Opposition ist in den vergangenen Jahren durch die Übermacht der Putin-treuen Partei Einiges Russland und den vom Kreml strikt reglementierten Zugang zu den Massenmedien völlig an den Rand gedrängt worden. Seit 2003 ist sie nicht mehr im Parlament vertreten.

(dl/sda)

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