Ukraine
Krieg der Worte zwischen Kiewer und Moskauer Patriarchen
publiziert: Sonntag, 20. Apr 2014 / 08:14 Uhr
Kurz vor Mitternacht spielten die Glocken der Kathedrale von Sankt Michael in Kiew die ukrainische Nationalhymne für die hunderten Gläubigen, die in der Osternacht dort versammelt waren. (Archivbild)
Kurz vor Mitternacht spielten die Glocken der Kathedrale von Sankt Michael in Kiew die ukrainische Nationalhymne für die hunderten Gläubigen, die in der Osternacht dort versammelt waren. (Archivbild)

Kiew - Auch die Osterfeiern haben keinen Frieden zwischen der Ukraine und Russland gebracht: Der Kiewer Patriarch Filaret beschwor am Samstag in seiner Osterbotschaft die Hilfe Gottes bei der «Wiederauferstehung» der Ukraine. Der russische Feind sei zum Scheitern verurteilt.

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Mit Blick auf die Eingliederung der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim in die Russische Föderation geisselte Filaret die Moskauer «Aggression» und bescheinigte dem ukrainischen Volk, dass es «schwere Prüfungen» durchmache. «Das Land, das uns die territoriale Integrität garantiert hat, hat eine Aggression begangen. Gott kann nicht auf der Seite des Bösen sein, daher ist der Feind des ukrainischen Volkes zum Scheitern verurteilt», sagte der orthodoxe Patriarch.

Der Moskauer Patriarch Kirill rief dagegen die Gläubigen in der Christ-Erlöser-Kathedrale auf, dafür zu beten, dass das «Heilige Russland» nicht zerstört werde. Kirill forderte im Ostergottesdienst die Gläubigen in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale auf, mit ihm für das «in der Ukraine lebende russische Volk» zu beten und dafür, dass der Herrgott Frieden auf ukrainischem Boden walten lasse.

Gott möge denjenigen Einhalt gebieten, die das «Heilige Russland» zerstören wollten, indem sie die Ukraine abtrennten, sagte Kirill. In Russland gilt die ukrainische Hauptstadt Kiew als Wiege der Orthodoxie.

Kurz vor Mitternacht spielten die Glocken der Kathedrale von Sankt Michael in Kiew die ukrainische Nationalhymne für die hunderten Gläubigen, die in der Osternacht dort versammelt waren. In der von prorussischen Milizen besetzten Stadt Slawjansk nahmen auch Bewaffnete in Tarnuniformen an der Messe teil. Im Gegensatz zu den nationalistisch aufgeladenen Ansprachen in Moskau und Kiew vermied der Priester jedoch jede Erwähnung des Konflikts in der aufgeheizten Situation.

(asu/sda)

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Nun...
muss man sich mit Russland zusammensetzen und ernsthaft nach Lösungen suchen. Die anhaltenden Drohungen und haltlosen Vorwürfe gegen Russland, sowie auch der G8-Ausschluss ist völlig kontraproduktiv. Im Westen ist bis jetzt keinen Willen auszumachen, der in der Ukraine für Stabilität sorgen würde. Moskau treibt sicher seine Machtspiele. Aber die gänzliche Leugnung des westlichen Einflusses und der westlichen Schuld an der Krise zeugt von erheblicher Ignoranz.
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