Kriminalität in Basel weiter rückläufig

publiziert: Donnerstag, 8. Feb 2007 / 13:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Feb 2007 / 15:40 Uhr

Basel - Die Kriminalität ist in Basel-Stadt weiter zurück gegangen: 2006 hat die Staatsnwaltschaft 9,6 Prozent weniger Strafanzeigen registriert als 2005. Vermögensdelikte wurden weniger gezählt, während Gewalt und Drogen als «Sorgenkinder» gelten.

Insgesamt 23 865 Strafanzeigen listet die Kriminalitätsstatistik 2006 auf.
Insgesamt 23 865 Strafanzeigen listet die Kriminalitätsstatistik 2006 auf.
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Insgesamt 23 865 Strafanzeigen listet die «Kriminalstatistik 2006» auf, welche die baselstädtischen Strafverfolgungsbehörden am Donnerstag den Medien vorstellten. Das sei nach dem unrühmlichen Rekord von 30 395 im 2004 nun etwa wieder der Stand von 2000.

Gemäss dem Ersten Staatsanwalt Thomas Hug dürften neben dem Aufschwung auch bessere Fahndungsstrategien oder abschreckende Ermittlungstechniken wie DNS-Datenbanken zur Besserung beigetragen haben.

2006 wurde eine vollendete vorsätzliche Tötung (2005: 6) verzeichnet; versuchte Tötungen waren es 8 (8). Raubdelikte nahmen derweil um 19 Prozent ab auf 171. Gut zwei Drittel aller Straftaten machen jeweils die diversen Vermögendelikte wie Einbruch- und Einschleichdiebstahl aus. Diese Kategorien sanken deutlich.

Trend zum Kokain

Als «Sorgenkinder» bezeichnete der Leitende Staatsanwalt Beat Voser Gewalt und Drogen, wo sich kaum Entspannung abzeichne. Rund alle sieben Stunden kommt es zu einer Körperverletzung oder Tätlichkeit. Bei den Drogen hat sich der Trend zum Kokain statt Heroin markant akzentuiert.

Unzufrieden sind die Basler Strafverfolger mit dem Bund: Die Umwandlung kurzer Haftstrafen in Bussen, teils sogar nur bedingt, komme einer Einladung zum Kriminaltourismus gleich, kritisierte Voser.

Ausländische Täter wohnen meist nicht in der Schweiz

Der Ausländeranteil bei den erwachsenen Tätern betrug rund 55 (57) Prozent, gegenüber 28 Prozent bei der Wohnbevölkerung. Viele Täter seien aber nicht in Basel-Stadt oder der Schweiz zu Hause, hielt Voser fest. Bei den jugendlichen Tätern entsprechen die Ausländer nahezu ihrem Anteil an der Wohnbevölkerung.

Bei den Jungen habe man zudem «keine Ausländer-Kriminalität, sondern eine Balkan-Kriminalität», sagte Burckhardt. Die ganze Gruppe anzugehen sei aber wegen der Solidarisierung schwierig.

(fest/sda)

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