Kritik nach Wahlen in Kalifornien

publiziert: Donnerstag, 9. Okt 2003 / 16:47 Uhr

Rom - Der US-Politologe Michael Walzer kritisiert den Erfolg Arnold Schwarzeneggers bei der Gouverneurswahl in Kalifornien: "Schwarzeneggers Sieg ist erschreckend und keine gute Werbung für die Demokratie".

Kongress Abgeordneter Darrell Issa auf Truppenbesuch in Bahrain während dem Irak-Krieg.
Kongress Abgeordneter Darrell Issa auf Truppenbesuch in Bahrain während dem Irak-Krieg.
Michael walzer, Politologe an der Universität Princeton, zeigt sich im Interview mit der Turiner Tageszeitung "La Stampa" (Donnerstagsausgabe) schockiert.

Das Referendum, das Schwarzenegger die Eroberung des Gouverneurspostens in Kalifornien ermöglicht habe, sei Ausdruck einer "populistischen Ultrademokratie des 19. Jahrhunderts", kritisierte Walzer.

Der Politologe warf dem republikanischen Abgeordneten Darrell Issa vor, Millionen Dollar für das Referendum und die Wahl Schwarzeneggers investiert zu haben. In Kalifornien sei es im Vergleich zu anderen US-Staaten einfacher, die Popularität eines Schauspielers wie Schwarzenegger zu Wahlzwecken auszunutzen, betonte Walzer.

Er warnte vor den Folgen eines Scheitern Schwarzeneggers in seinen Bemühungen zur Bekämpfung des kalifornischen Budgetdefizits. Sollte der Schauspieler keine Resultate zeigen, würde die Partei von Präsident George W. Bush darunter leiden.

Laut Walzer ist die Lehre der Wahl offenkundig: "Die Demokraten haben bewiesen, vollkommen von der Wählerschaft abgeschnitten zu sein", so der Politologe.

(bsk/sda)

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