Sieg über Österreich dank Weltklasse-Leistung von Gerber
Krueger-Team beendet Olympia auf Platz Elf
publiziert: Freitag, 15. Feb 2002 / 10:20 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Feb 2002 / 10:54 Uhr

Salt Lake City - Das Schweizer Eishockey-Nationalteam hat das Olympia- Turnier nicht gerade glanzvoll, aber immerhin mit einem Sieg abgeschlossen. Die Schweizer besiegten im Spiel um Platz Elf Österreich dank einer Weltklasseleistung von Martin Gerber 4:1.

Martin Gerber bot im letzten Spiel der Eishockey-Nati in Salt Lake City eine Weltklasse-Leistung.
Martin Gerber bot im letzten Spiel der Eishockey-Nati in Salt Lake City eine Weltklasse-Leistung.
Torhüter Gerber hielt 54 von 55 Schüssen. Erst den 44. österreichischen Abschlussversuch von Tom Searle in der 45. Minute vermochte der 27-jährige Emmentaler vom Färjestads BK nicht mehr zu parieren. Wieder einmal verpasste Martin Gerber seinen ersten Shutout mit der Nationalmannschaft knapp: Zwölf Mal kassierte er in einem Länderspiel bloss ein Gegentor, noch nie aber keines. Gerber: "Das ist mir gar nicht aufgefallen. Habe ich wirklich noch keinen Shutout mit dem Nationalteam? Tatsache ist, dass es mir nichts ausmacht, ein Gegentor zu kassieren, solange wir als Mannschaft gewinnen."

Dass Gerber gegen Österreich derart beschäftigt wurde, stellt dem Rest des Schweizer Teams nicht gerade ein gutes Zeugnis aus. Die Schweizer suchten im Gegensatz zum Ukraine-Spiel ihr Heil gezwungenermassen in der Defensive. "Überbewerten darf man das allerdings nicht", so Martin Plüss. "Die Österreicher schossen von Anfang an aus allen Lagen. Nicht alle ihrer Schüsse waren auch gefährlich. Ausserdem haben wir innerhalb von 23 Stunden zweimal mit nur drei Linien spielen müssen."

Die Schlüsselszenen zum Schweizer Sieg spielten sich in der 37. und der 51. Minute ab. In der ersten Szene verhinderte erst Gerber mirakulös gegen Perthaler das 1:1, im Gegentor gelang Martin Plüss das 2:0. In der 51. Minute, sechs Minuten nach dem österreichischen Anschlusstreffer, schlossen Julien Vauclair (Torschütze) und Jean- Jacques Aeschlimann (Assistent) in Unterzahl (!) einen Konter zum 3:1 ab. Das 4:1 erzielte wieder Plüss 40 Sekunden vor Schluss ins leere Tor. Plüss erzielte zum zweiten Mal und erstmals seit über drei Jahren in einem Länderspiel zwei Treffer.

Neben Plüss und Gerber war 'JJ' Aeschlimann gegen Österreich eine wichtige Figur im Schweizer Team. Der bald 35-jährige Seeländer brachte mit seinem dritten Olympia-Tor die Schweiz in der 31. Minute in Führung. Aeschlimann ist seit zehn Länderspielen der für die wichtigen Tore zuständige Mann: Beim 8:1 gegen Italien letzten Frühling im letzten WM-Spiel erzielte er die wegweisenden Tore vom 0:1 zum 2:1. Vier verwandelte Penalties bildeten am Deutschland-Cup die Grundlage zu zwei Siegen und zum Turniersieg. Und in Salt Lake City waren ihm bereits beim 3:3 gegen Frankreich (mit dem 1:1-Ausgleich) und beim Sieg über Weissrussland (mit dem 2:1-Siegtor) wichtige Treffer gelungen.

Der elfte Platz ist die schlechteste Schweizer Eishockey- Klassierung an Olympischen Spielen seit dem 13. Platz von 1936 in Garmisch-Partenkirchen. 1976 in Innsbruck wurde die SEHV-Auswahl ebenfalls Elfte. Die Schweiz hat zwar in vier Spielen zweimal gewonnen und einmal unentschieden gespielt, aber trotzdem in Salt Lake City versagt.

(Rolf Bichsel, Salt Lake City /sda)

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