Kunstausstellung documenta 11 öffnet die Tore

publiziert: Donnerstag, 6. Jun 2002 / 17:14 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Jun 2002 / 18:06 Uhr

Kassel - Die weltweit grösste Kunstausstellung - die documenta 11 - öffnet am 8. Juni 2002 ihre Tore. 118 Kunstschaffende und Künstlergruppen aus aller Welt zeigen ihre Werke. Aus der Schweiz dabei sind Thomas Hirschhorn sowie Werke des verstorbenen Dieter Roth (1930-1998).

documenta 11: Das Ausstellungsgebäude in Kassel
documenta 11: Das Ausstellungsgebäude in Kassel
Die Schau dauert 100 Tage bis zum 15. September.

Die weltweit grösste Kunstausstellung verfolge einen gesellschaftskritischen Anspruch, wie der künstlerische Leiter Okwui Enwezor zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung betonte. Die documenta setze sich mit der Krise nach dem Ende des Kolonialismus auseinander, sagte Enwezor, der aus Nigeria stammt und in New York lebt, vor den Medien in Kassel.

Im Mittelpunkt stehe die Frage, wie mit den Zerwürfnissen in Folge des Imperialismus umgegangen werde, der kulturelle, soziale und wirtschaftliche Strukturen zerstört habe. Eine politische Waffe könne die documenta aber nicht sein.

Ähnlich wie die erste documenta 1955 liege die diesjährige Weltkunstschau in einer Zeit historischen Zweifelns, sagte Enwezor. Zugleich zog er eine Verbindungslinie zur documenta 5 von 1972, die als erste mit einem deutlich gesellschaftskritischem Anspruch antrat.

Die Fotografie spielt eine zentrale Rolle bei der diesjährigen documenta. Dokumentarische Aufnahmen mit gesellschaftskritischem Anspruch nehmen grossen Raum ein. Einen ähnlich grossen Stellenwert haben Videokunst und Filme, die insgesamt fast 40 Stunden dauern, sowie die Auseinandersetzung mit Architektur und Stadtplanung.

Zur Verfügung stehen Enwezor 13'000 Quadratmeter Ausstellungsfläche an fünf Orten: Museum Fridericianum, Orangerie/Karlsaue, documenta-Halle, Kulturbahnhof und Binding-Brauerei.

(bb/sda)

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