Kurier- und Telefondienst in Bagdad gestartet
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2003 / 10:41 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Apr 2003 / 11:20 Uhr

Bagdad/Dubai - Nachdem die USA das Handy-Verbot im Irak wieder aufgehoben haben, erlebt der Satelliten-Telefonie Anbieter Thuraya einen wahren Boom.

Wer seine Finger auf ein Handy bekommt, kann sich in Bagdad glücklich schätzen.
Wer seine Finger auf ein Handy bekommt, kann sich in Bagdad glücklich schätzen.
Bereits werden 20 Prozent aller Thuraya-Telefonate in Bagdad geführt.

Durch die Bombardierung auch der zivilen Telefonvermittlungsstellen gibt es praktisch kein funktionierendes überregionales Telefonnetz in Irak mehr.

Thuraya will schnell auf die Situation reagieren und plant, im gesamten Land Callcenter und Telefonzellen zu errichten. Sobald die Einrichtungen aufgebaut sind, sollen die Tarife gesenkt werden. Derzeit ist ein Satellitentelefon im Irak ein wahrer Goldesel, da es für ein Vielfaches des Tarifes "untervermietet" werden kann.

Während der Irakische Dinar in Erwartung eines Endes der UN-Sanktionen seinen Wert gegenüber einem US Dollar von etwa 4.000 Dinar während des Krieges auf nunmehr 1.900 bis 2.000 Dinar verdoppeln konnte, hat sich das Land zum wichtigsten Markt des Satelliten-Telefonanbieters Thuraya entwickelt.

Neuer Kurierdienst

Aramex International hat den Start eines Kurierdienstes nach Bagdad bekannt gegeben. Damit bietet der nach eigenen Angaben im Nahen Osten und auf dem indischen Subkontinent führende Transporteur das erste Express-Service im Nachkriegs-Irak.

Das vor 20 Jahren in Amman und New York gegründete Unternehmen will bald weitere irakische Städte ansteuern.

(bsk/news.ch)

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