Gut eine Milliarde Dollar

Lauder verschenkt Kubismus-Sammlung

publiziert: Mittwoch, 10. Apr 2013 / 08:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Apr 2013 / 20:40 Uhr
Das «Met» nahm ein grosszügiges Geschenk an.
Das «Met» nahm ein grosszügiges Geschenk an.

New York - Riesengeschenk für das Metropolitan Museum of Art in New York: Kosmetik-Milliardär Leonard Lauder vermacht dem Met eine über Jahrzehnte zusammengetragene Kubismus-Sammlung. Diese beinhaltet unter anderem 33 Werke des spanischen Malers Pablo Picasso.

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Dies teilte das Museum am Dienstagabend in der US-Metropole mit. «Dies ist ein aussergewöhnliches Geschenk für unser Museum und unsere Stadt.» Der Wert der Sammlung wurde vom «Forbes»-Magazin auf gut eine Milliarde Dollar geschätzt.

Leonard Lauder ist ein Sohn von Joseph und Estée Lauder, den Gründern des Kosmetikkonzerns Estée Lauder. Der 80-Jährige ist mehrfacher Milliardär, er gilt als ein bedeutender Kunstsammler.

Die Kubismus-Sammlung sei ein Geschenk «für die Menschen, die in New York leben und arbeiten, sowie an all' diejenigen aus aller Welt, die hierher kommen, um unsere grossartigen Kunstinstitutionen zu besichtigen», erklärte Lauder.

«Wovon Museumsdirektoren träumen»

«Dieses Geschenk wird das Museum verändern», sagte Metropolitan-Direktor Thomas Campbell: «Es katapultiert uns an die Spitze der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Diese Sammlung ist einzigartig - etwas, wovon Museumsdirektoren träumen.»

Die Kubismus-Sammlung hat Leonard Lauder über Jahrzehnte zusammengetragen. Sie umfasst neben den 33 Picasso-Werken 17 Bilder des französischen Künstlers Georges Braque, 14 des Spaniers Juan Gris und ebenfalls 14 des Franzosen Fernand Léger.

Gemeinsam mit einigen anderen Kollegen hatten diese Künstler Anfang des 20. Jahrhunderts den Kubismus begründet - eine Stilrichtung, die als Bruch mit der vorherigen Ästhetik gilt. Motive wurden neu zusammengesetzt, räumliche und plastische Darstellungsformen völlig neu interpretiert.

Sammlung ab Herbst 2014 zu sehen

Als Grundstein des Kubismus gilt Picassos Werk «Demoiselles d'Avignon», das eine Gruppe von Frauen zeigt - und beim ewigen New Yorker Konkurrenten des Metropolitan Museums, dem Museum of Modern Art, hängt.

Das Metropolitan Museum ist nicht auf moderne Kunst spezialisiert, sondern zeigt Werke aus den vergangenen 5000 Jahren und aus verschiedenen Kulturkreisen. Erstmals soll die Sammlung Lauder im Herbst 2014 in einer Ausstellung in dem direkt am New Yorker Central Park gelegenen Museum gezeigt werden.

(bert/sda)

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