Unterschied bei Lebenserwartung wird kleiner
Lebenserwartung der Männer zum ersten Mal bei über 80 Jahren
publiziert: Donnerstag, 30. Jun 2011 / 11:26 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Jun 2011 / 12:16 Uhr
In der Schweiz ist 2010 die Lebenserwartung der Männer erstmals auf über 80 Jahre gestiegen.
In der Schweiz ist 2010 die Lebenserwartung der Männer erstmals auf über 80 Jahre gestiegen.

Neuenburg - In der Schweiz ist 2010 die Lebenserwartung der Männer erstmals auf über 80 Jahre gestiegen. Sie stieg von 79,8 Jahren im Jahr 2009 auf 80,1 Jahre an. Bei den Frauen stieg sie von 84,4 auf 84,5 Jahre.

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Die seit 1992 beobachtete Verringerung des Unterschieds zwischen der Lebenserwartung für Frauen und Männer setzt sich demnach fort, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Im Jahr 1992 betrug der Unterschied noch 6,9 Jahre. Bis 2010 ging er auf 4,4 Jahre zurück.

Die Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung 2010 ist zudem geprägt von einer steigenden Zahl der Geburten, Eheschliessungen und Scheidungen. Die Anzahl Todesfälle blieb weiterhin relativ konstant. Nur bei den eingetragenen Partnerschaften war ein Rückgang zu verzeichnen.

Frauen bei erster Geburt im Schnitt über 30 Jahre alt

2010 wurden in der Schweiz 80'300 Kinder geboren, was einer Zunahme von 2,6 Prozent (+2000) entspricht. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes lag 2010 erstmals bei über 30 Jahren (30,2 Jahre gegenüber 28,9 Jahre im Jahr 2001). Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau stieg von 1,50 im Jahr 2009 auf 1,54 im Jahr 2010. Seit 2001 (1,38 Kinder pro Frau) nimmt dieser Indikator jedes Jahr zu.

Die durchschnittliche Anzahl Kinder bei Frauen ausländischer Nationalität stieg von 1,82 im Jahr 2009 auf 1,91 Kinder im Jahr 2010. Bei den Schweizerinnen stieg diese Zahl von 1,40 (2009) auf 1,42 Kinder (2010).

Das BFS hält dazu fest, dass die durchschnittlich 2,1 Kinder pro Frau, die für den Generationenerhalt notwendig wären, würden bei weitem noch nicht erreicht, schreibt das BFS.

Mehr Hochzeiten - und noch mehr Scheidungen

2010 haben 43'300 Paare geheiratet, im Vorjahr waren es 41'900 (+3,2 Prozent). Gut 700 Paare entschieden sich für die eingetragene Partnerschaft - ein Rückgang um 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den grösseren Anteil (69 Prozent) machten die Partnerschaften von männlichen Paaren aus.

2010 wurden 22'100 Scheidungen ausgesprochen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 2800 Fälle oder um 14,3 Prozent. Mit Ausnahme von Glarus und Schaffhausen wurde in allen Kantonen eine Zunahme der Scheidungen festgestellt.

Die durchschnittliche Anzahl Ehejahre zum Zeitpunkt der Scheidung liegt bei 14,5 Jahren. In der Schweiz werden besonders viele Ehen nach sechs Ehejahren geschieden. Zudem wird bei den Ehen, die 20 Jahre oder länger dauern, ein wachsendes Scheidungsrisiko beobachtet.

(joge/sda)

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