Leuenberger trifft nigerianischen Präsidenten

publiziert: Donnerstag, 13. Apr 2006 / 18:18 Uhr

Bern - Nach jahrelangem Seilziehen um die Abacha-Millionen haben die Schweiz und Nigeria die Affäre politisch endgültig beigelegt.

Obasanjo habe versprochen, die Ratifikation des Rückübernahmeabkommens voranzutreiben.
Obasanjo habe versprochen, die Ratifikation des Rückübernahmeabkommens voranzutreiben.
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99 Prozent der blockierten 700 Mio. Dollar des früheren nigerianischen Diktators sind in das Land zurückgeflossen.

Für die verbleibenden 7 Mio. ist ein Rechtsverfahren im Gang. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hätten die beiden Länder das Problem «beispielhaft» gelöst, betonten Bundespräsident Moritz Leuenberger und der nigerianische Präsidenten Olusegun Obasanjo nach einem Treffen in Bern.

Ausbau von bilateralen Abkommen

Leuenberger, der Afrika zu einem Schwerpunkt seines Präsidialjahres machen will, hatte Obasanjo schon Anfang Jahr am WEF 2006 in Davos zu einem «Gedankenaustausch» getroffen. Der Ausbau von bilateralen Abkommen soll nun die Basis für eine Vertiefung der Beziehungen der beiden Länder bilden.

So habe Obasanjo versprochen, die Ratifikation des Rückübernahmeabkommens für abgewiesene Asylbewerber voranzutreiben, sagte Leuenberger-Sprecher André Simonazzi gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das Schweizer Parlament hat das Abkommen bereits verabschiedet.

Daneben einigten sich die beiden Seiten bei den Gesprächen, bei denen auch Aussenministerin Micheline Calmy-Rey und Justizminister Christoph Blocher teilnahmen, Verhandlungen über ein Luftverkehrs- und ein Doppelbesteuerungsabkommen aufzunehmen. Nigeria ist mittlerweile der drittwichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz auf dem afrikanischen Kontinent.

Unterstützung für «afrikanische Lösungen»

Obasanjo nutzte den Besuch in der Schweiz auch dazu, Aufmerksamkeit auf die Probleme in Westafrika zu lenken. Er betonte zwar, dass der Kontinent «afrikanische Lösungen» brauche. Trotzdem sei Afrika auf die Unterstützung der europäischen Länder angewiesen.

Er hoffe, dass sich die Schweiz auch in den internationalen Organisationen für die Anliegen Afrikas einsetze, sagte Obasanjo. Aber auch der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit der Schweiz sei wichtig.

(bert/sda)

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