Leutenegger und Fiala für Zürcher FDP-Präsidium nominiert

publiziert: Dienstag, 2. Mrz 2004 / 20:44 Uhr

Zürich - Der Zürcher Nationalrat Filippo Leutenegger oder die Stadtzürcher FDP-Präsidentin Doris Fiala sollen das Präsidium der FDP Kanton Zürich übernehmen. Der Parteivorstand nominierte die beiden. Die Wahl findet am 1. April statt.

Leutenegger ist erst seit zwei Jahren Mitglied der FDP.
Leutenegger ist erst seit zwei Jahren Mitglied der FDP.
Die FDP-Delegierten des Kantons Zürich haben somit die Wahl zwischen einem rechten Wirtschaftspolitiker und einer etwas weniger fassbaren PR-Frau. Der 51-jährige Geschäftsführer der Jean Frey AG wurde wegen seiner Nähe zur SVP kritisiert. Hinter Fiala stehen denn auch eher Leuteneggers Kritiker sowie die Frauen.

Leutenegger ist erst seit rund zwei Jahren Mitglied der FDP. Im vergangenen Herbst wurde der ehemalige Chefredaktor von SF DRS in den Nationalrat gewählt. Fiala bezeichnet sich selbst als absolut Freisinnige. Die Inhaberin einer PR-Agentur wurde im Sommer 2002 als erste Frau zur Stadtzürcher Parteipräsidentin gewählt.

Die beiden Nominierten treten um die Nachfolge von Ruedi Noser an, der die Partei zwischenzeitlich geführt hatte. Der Vizepräsident der FDP Schweiz hatte sich eine Kandidatur zwar überlegt, entschied sich Anfang Januar aber für ein stärkeres Engagement in der nationalen FDP.

Noser hatte die Leitung der FDP Zürich nach dem Debakel an den Kantonsratswahlen im Frühling 2003 interimistisch übernommen. Der Freisinn büsste damals sechs Sitze im Kantonsparlament ein und erreichte damit das schlechteste Wahlresultat seit 36 Jahren.

Bei den Nationalratswahlen im Oktober 2003 setzte die FDP des Kantons Zürich ihren Sinkflug fort. Mit 16,2 Prozent Wähleranteil erreichte sie einen historischen Tiefpunkt. Der Zürcher Freisinn musste einen Sitz abgeben und hat seither nur noch fünf, so wenig wie noch nie.

(rr/sda)

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