Verkehrspolitik

Leuthard weiht ersten elektrischen Gelenkbus ohne Oberleitung ein

publiziert: Sonntag, 26. Mai 2013 / 21:30 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 26. Mai 2013 / 22:45 Uhr

Genf - Verkehrsministerin Doris Leuthard hat am Sonntag in Genf den ersten elektrischen Gelenkbus ohne Oberleitung eingeweiht. Die Weltpremiere fährt für die städtischen Verkehrsbetriebe - zunächst im Pilotbetrieb zwischen dem Flughafen und dem Messezentrum Palexpo.

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Leuthard erklärte bei der Einweihung vor der Eröffnung des 60. Kongresses der Internationalen Union für den öffentlichen Verkehr (UITP) in der Rhonestadt, der Bus sei eine geniale Erfindung. Die Fahrleitungen störten viele Stadtbilder beträchtlich. Der Bus habe durchaus Potenzial, auch im Ausland Abnehmer zu finden.

Sie durchschnitt das Band zusammen mit der Genfer Regierungsrätin Michèle Künzler und deren Amtskollegen Pierre-François Unger am Flughafenbahnhof Genf. Anschliessend brach die Festgemeinde zur dreiminütigen Jungfernfahrt zum Messezentrum auf.

In 15 Sekunden aufgeladen

Möglich gemacht hat das Gefährt der Technologiekonzern ABB mit einer neuartigen, vollautomatischen und sehr schnellen Ladetechnologie. Diese lädt die Batterien des Busses bei den Stopps an Haltestellen in 15 Sekunden auf.

Da der Bus je nach Topografie nur alle drei oder vier Haltestellen aufgeladen werden muss und ohne Oberleitung auskommt, können seine Routen gemäss ABB sehr flexibel gestaltet werden. Der Pilotbetrieb dauert bis März 2014.

Dramatisches Verkehrswachstum

Bei der Eröffnung des Kongresses, an dem bis Donnerstag rund 2000 Delegierte teilnehmen, erklärte Leuthard, die wachsende Mobilität schaffe in der Schweiz wie andernorts Probleme. Zwischen 1960 und 2010 habe der Strassenverkehr in der Schweiz um 400 Prozent zugenommen, der Schienenverkehr um 150 Prozent. Von 2009 bis 2011 habe sich die in Staus verbrachte Zeit verdoppelt.

Bis 2013 werde die Passagierzahl im öffentlichen Verkehr noch einmal um 50 Prozent steigen und die Zahl der Privatfahrzeuge um 20 Prozent. Der Gütertransport auf der Strasse dürfte um 30 und jener auf der Schiene um 80 Prozent zunehmen. Hier seien neue Lösungen und die dafür nötigen Mittel gefragt, wobei Leuthard die Preiserhöhung für die Autobahnvignette erwähnte.

Am Kongress sind 15 Foren zu Themen wie Elektrobusse, Bahnausbau, integrierte Zahlungssysteme und Reisendeninformation vorgesehen.

 

(fest/sda)

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