Liberale boykottieren russische Präsidentschaftswahl

publiziert: Sonntag, 21. Dez 2003 / 12:22 Uhr

Moskau - Für Russlands Präsident Wladimir Putin zeichnet sich ein einsamer Wahlkampf ab. Während andere Parteien noch zögern, beschlossen die liberalen Oppositionsparteien an ihrem Parteitag einen Boykott der Präsidentschaftswahl vom 14. März.

Putin muss keine Konkurrenten fürchten.
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Die gegenwärtige politische Lage in Russland erlaube keine freien und fairen Wahlen, sagte der Chef der Jabloko-Partei, Grigori Jawlinski, in Moskau. Unter diesen Voraussetzungen halte es seine Partei für unmöglich, mit einem eigenen Kandidaten anzutreten.

Am Samstag hatte bereits die Union der Rechten Kräfte (SPS) angekündigt, dass sie den Urnengang boykottieren werde. Die SPS begründete diesen Schritt mit der dominierenden Rolle der staatlichen Medien, die Präsident Wladimir Putin einseitig unterstützten.

Putin hatte sich am Donnerstag in einer landesweit im Fernsehen übertragenen Live-Fragestunde zu einer zweiten Amtszeit bereit erklärt. Die offizielle Kandidatur für die Wahlen vom 14. März 2004 will er später bekannt geben.

Nach jüngsten Umfragen wollen knapp zwei Drittel aller Russen dem früheren Geheimdienst-Mitarbeiter ihre Stimme geben. Die bei der Dumawahl am 7. Dezember siegreiche Kreml-Partei Einiges Russland will Putin unterstützen. Die Opposition kritisiert einen Missbrauch des Staatsapparates zu Gunsten Putins.

Kommunistenchef Gennadi Sjuganow zögert den Entscheid über eine Kandidatur weiter hinaus. Aus seiner Partei verlautete in den vergangenen Tagen mehrfach, er werde verzichten.

Sjuganow hatte ebenso wie der Chef der Liberalen, Grigori Jawlinski, bei früheren Wahlen 1996 gegen Boris Jelzin und 2000 gegen Putin verloren.

Der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski (LDPR) kündigte an, er werde nur kandidieren, wenn sich auch sein Erzfeind Sjuganow zur Wahl stelle.

(rr/sda)

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