Kampf um Flughafen Tripolis

Libysche Milizen vereinbaren Waffenruhe

publiziert: Freitag, 18. Jul 2014 / 05:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Jul 2014 / 06:16 Uhr
Die Waffen schweigen
Die Waffen schweigen

Tripolis - Nach heftigen Kämpfen um den internationalen Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis haben die rivalisierenden Milizen eine Waffenruhe vereinbart. Das teilte die Stadtverwaltung von Tripolis in der Nacht zum Freitag mit.

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Beide Konfliktparteien bestätigten der Nachrichtenagentur AFP, dass eine Vereinbarung erzielt worden sei. Neben einer Waffenruhe an dem umkämpften Flughafen einigten sich die Milizen den Angaben zufolge darauf, dass neutrale Kräfte die Kontrolle über das Gelände übernehmen sollen.

Die Kämpfe um den Flughafen von Tripolis hatten am Sonntag begonnen. Islamistische Milizen und die sogenannten Sintan-Brigaden streiten um die Kontrolle über den Flughafen, der seit dem Sturz des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi vor mehr als drei Jahren in der Hand der Brigaden ist.

Flugverkehr eingestellt

Die Islamisten versuchten nun, ihre Rivalen zu vertreiben. Sie feuerten Raketen ab, wobei zahlreiche Flugzeuge und Einrichtungen wie der Kontrollturm beschädigt wurden. Der Flugverkehr wurde eingestellt, der Flughafen bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Ein Anführer der Sintan-Brigaden, Mochtar Lachdhar, sagte AFP, dass die Waffenruhe unter Vermittlung des Stadtrats von Tripolis vereinbart worden sei. Die Raketenangriffe auf den Flughafen wurde seinen Angaben zufolge bereits am Donnerstagabend eingestellt.

Ein Sprecher der rivalisierenden Misrata-Brigaden betonte, dass die Waffenruhe «nur rund um den Flughafen» gilt und nicht von den Sintan-Brigaden kontrollierte Militärstandorte in Tripolis betrifft.

Angesichts der anhaltenden Gewalt im Land hatte die libysche Regierung die UNO am Donnerstag um Unterstützung bei der Ausbildung von Sicherheitskräften gebeten. Nötig seien Experten, die libysche Streit- und Polizeikräfte trainierten, damit diese etwa Flughäfen, Ölfelder und andere strategisch wichtige Orte besser schützen könnten, sagte Aussenminister Mohammed Abdelasis in New York.

 

(jz/sda)

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