Liricas Analas über Musik und kriminelle Nebenjobs

publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2010 / 14:10 Uhr
Die Liricas Analas sind für den «Swiss Music Award» nominiert.
Die Liricas Analas sind für den «Swiss Music Award» nominiert.

Die Bündner Band Liricas Analas schwimmt auf der Erfolgswelle. 2004 veröffentlichten die Rätoromanen ihr erstes Album «Analogia». Fünf Jahre später sind die Rapper für den «Swiss Music Award» nominiert, haben bereits ihr drittes Album veröffentlicht und beenden im April ihre zweite Club-Tour. news.ch hat mit MC Flepp über die Nominierung und das Leben als Musiker gesprochen.

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Mehr über die Liricas Analas

analas.ch

news.ch: Im April geht eure zweite Club-Tour zu Ende, wie war's?

Flepp: Es war super. Vor allem auch unsere Auftritte an den diversen Festivals waren top.

news.ch: Die Tour endet mit dem Auftritt am 10. April 2010 beim Indoor-Festival in Disentis. Wolltet ihr Eure Tour absichtlich in der «Heimat» beenden?

Flepp: Nein, eigentlich nicht. Aber es ist natürlich cool. Knapp ein Jahr davor hatten wir in Laax die Plattentaufe unseres Albums «Analectrica». Da fällt mir auf, dass der Beginn der Tour in unserer «Heimat» war und nun endet sie auch dort.

news.ch: Eure Texte sind auf Romanisch, was heisst, dass Euch der grösste Teil der Schweiz nicht versteht. Macht das einen Unterschied bei Euren Auftritten?

Flepp: Grundsätzlich macht es keinen Unterschied. Wenn wir auf der Bühne stehen, müssen wir immer alles geben. Wir wollen überzeugen, egal ob das Publikum unsere Texte versteht oder nicht. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in Graubünden oft bekannte Gesichter im Publikum sind.

news.ch: Kommt es vor, dass Fans Euch nach der Übersetzung der Texte fragen?

Flepp: Ja, das passiert öfter. Darum haben wir auch angefangen, einige unserer Texte zu übersetzten.

news.ch: Gibt es auch Fans, die wegen euch Romanisch lernen?

Flepp: Kaum zu glauben, aber ja. Wir kennen einen, der jetzt in einen Romanisch-Kurs geht.

news.ch: Wenn sich die Liricas Analas treffen, wird dann immer Romanisch gesprochen?

Flepp: Meistens ja. Ausser der Zürcher DJ Suivez ist dabei, dann reden wir Deutsch.

news.ch: Das Klischee, dass sich Bündner und Zürcher nicht gerade sympathisch sind, hält sich hartnäckig. Wie kommt ihr dazu mit DJ Suivez aka David einen Zürcher in eure Reihen zu holen?

Flepp: David war mit Jusht im Internat in Schiers. Dort haben sie sich kennengelernt. Als wir dann mal ein DJ gebraucht haben ist er eingesprungen und so ist das entstanden.

news.ch: Ihr macht alle nicht hauptberuflich Musik. Habt ihr euch je das Ziel gesetzt irgendwann von der Musik leben zu können?

Flepp: Nein, das war nie unser Ziel. Wir wollen einfach gute, authentische Musik machen und dass unser Publikum eine gute Zeit hat.

news.ch: Nun plötzlich die Nomination beim «Swiss Music Award» in der Kategorie «Best Newcomer National».

Flepp: Das war eine riesige Überraschung, eine grosse Ehre für uns.

news.ch: Neben Euch sind Bucher & Schmid und Pegasus für den Award nominiert. Wie schätzt ihr Eure Gewinnchancen ein?

Flepp: Ich glaube, dass alle etwa die gleichen Chancen haben.

news.ch: Über euer Privatleben kann man wenig bis gar nichts lesen, warum?

Flepp: Vielleicht weil wir keine Solokünstler sind, da ist sowas nicht so interessant.

news.ch: Dann erzählt doch mal etwas Privates von Euch, zum Beispiel was Ihr beruflich macht.

Flepp: Ist das dein Ernst?

news.ch: Ja.

news.ch: Also: David schmuggelt Spielzeug aus China. Orange hat eine eigene Orangenplantage in Spanien. Jusht ist als Passfälscher tätig und ich versuche zu singen, was aber niemanden interessiert. (lacht)

news.ch: Das ist ja sehr originell. Und jetzt im Ernst.

Flepp: Jusht ist selbstständiger Grafiker. Orange ist Maurer und ich studiere Wirtschaft. David ist hauptberuflich DJ.

news.ch: Bitte kommentiere die folgenden Stichworte.

news.ch: Bushido
Flepp: Hat viele CDs verkauft.

news.ch: Groupies
Flepp: Sind junge Frauen.

news.ch: Drogen
Flepp: Existieren.

news.ch: Bankgeheimnis
Flepp: Existiert bald nicht mehr.

news.ch: Miss Schweiz Wahl
Flepp: Wen interessierts.

 

 

(Seraina Lutz/news.ch)

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