Gewerkschaft fordert schärfere Massnahmen

Lokführer wollen mehr Sicherheit in Tunnels

publiziert: Montag, 13. Jun 2011 / 22:42 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Jun 2011 / 23:09 Uhr
Der Brand im Simplontunnel förderte Sicherheitsmängel  an den Tag.
Der Brand im Simplontunnel förderte Sicherheitsmängel an den Tag.

Bern - Der Brand im Simplontunnel bringt die Schweizer Lokführer auf den Plan. Sie fordern eine so genannte Notbremsüberbrückung und -anforderung auf allen Zügen, die durch lange Tunnels fahren. Das sei das «einzige effektive Mittel», um bei einem Brand in einem Tunnel Menschen zu retten.

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Mit Hilfe einer solchen Notbremsüberbrückung und -anforderung könne ein Lokführer einen Zug auch nach dem Ziehen der Notbremse aus einem Tunnel fahren, schrieb der Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF) am Montagabend in einer Mitteilung. Im Brandfall sei dies "entscheidend, um die Reisenden aus dem Tunnel und damit in Sicherheit zu bringen".

"Nach wie vor fahren Züge ohne oder mit nicht geprüfter Notbremsanforderung durch die langen Tunnel in der Schweiz." Einzig für den Lötschberg-Basistunnel bestehe eine Vorschrift, die verlange, dass alle Reise- und Güterzüge damit ausgestattet seien. Ein Zugpassagier kann aber jederzeit die Notbremse ziehen.

Die Lokführer verlangen deshalb vom Bundesamt für Verkehr, dass die heutigen Vorschriften verschärft werden. Sie fordern ein Obligatorium für alle Reisezüge, die durch über 4 Kilometer lange Tunnels fahren. Nach Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels, die für 2016 geplant ist, werden in der Schweiz 15 Eisenbahn-Tunnel über 4 Kilometer lang sein.

"Es kann nicht sein, dass man bei den neuen Tunnels die gesamten Sicherheitsvorschriften vorgibt, jedoch das BAV bei den älteren Tunnels diese Sicherheitsmassnahmen nicht verlangt", sagte VSLF-Präsident Hubert Giger der Nachrichtenagentur SDA. "Die neuen Tunnels sind mit Fluchtstollen ausgestattet und damit sowie schon sicherer."

 

(fest/sda)

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